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Früherer Kunstkurator der Axa-Versicherung muss ins Gefängnis

Das Bundesgericht hat die Verurteilung des früheren Kunstkurators der Axa Winterthur zu einer Freiheitsstrafe von 39 Monaten wegen mehrfacher Veruntreuung bestätigt. Der heute 54-Jährige hatte Kunstobjekte seiner Arbeitgeberin und mehrerer Privatpersonen verkauft, ohne deren Wissen.

14.09.2021 / 12:00 / von: sda/mma
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Der ehemalige Kurator verkaufte Kunstwerke der Versicherung – ohne ihr Wissen. (Archivbild: KEYSTONE)

Der ehemalige Kurator verkaufte Kunstwerke der Versicherung – ohne ihr Wissen. (Archivbild: KEYSTONE)

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Der ehemalige Kunstkurator der Axa WInterthur muss 39 Monate ins Gefängnis. Das Bundesgericht befand ihn der mehrfachen Verutreuung schuldig. Der Verurteilte hatte Kunstobjekte seiner Arbeitgeberin und mehrerer Privatpersonen verkauft, ohne deren Wissen.Dabei entstand ein Schaden von rund 1,1 Millionen Franken, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor geht. Das Geld verwendete der Jurist und Kurator für seine Lebenshaltungskosten und zur Tilgung von Schulden. Die unzulässigen Kunstverkäufe tätigte der Mann zwischen Mai 2007 und August 2015.

In seiner Beschwerde ans Bundesgericht rügte der Verurteilte, das Zürcher Obergericht sei zu Unrecht nur von einer leicht verminderten Schuldfähigkeit ausgegangen. Der Mann leidet an einer bipolar-affektiven Störung, wie ein Gutachter feststellte.

Seine Taten habe er in manischen Phasen begangen, in denen er weder einsichts- noch steuerungsfähig gewesen sei, argumentierte der Mann. Die acht Jahre, in denen er die Verkäufe getätigt habe, dürften deshalb nicht als ein durchgehender Deliktszeitraum betrachtet werden.

Keine jahrelange Manie

Das Bundesgericht folgt in seinem Entscheid hingegen den Ausführungen des Zürcher Obergerichts. Dieses habe aufgrund des Gutachtens schliessen dürfen, dass der Kurator stets über ein Unrechtsbewusstsein verfügt habe und sich deshalb über seine Taten im Klaren gewesen sei.

Der Gutachter schloss des weiteren aus, dass sich der Verurteilte in einer mehrere Jahre lang dauernden manischen Phase befunden habe. Zudem sei er in all dieser Zeit in der Lage gewesen, die Verkäufe zu verheimlichen, ein eigenes Unternehmen aufzubauen und zu reisen.

Hinsichtlich der Strafzumessung kritisierte der Verurteilte unter anderem auch, dass dem massiven Mitverschulden der Versicherung nicht ausreichend Rechnung getragen worden sei. Dieses Argument lässt das Bundesgericht nicht gelten. Die Vorinstanz habe sehr wohl die Nachlässigkeit der Versicherung berücksichtigt. Diese vermöge jedoch den Vertrauensbruch des Beschwerdeführers nicht aufzuwiegen.

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