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Zürcher Obergericht verurteilt Fussball-Präsident Schifferle zu Geldstrafe

Kein Freispruch für den Präsidenten der Swiss Football League, Heinrich Schifferle: Das Zürcher Obergericht hat das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom Oktober 2019 bestätigt. Dieses hatte ihn wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

22.07.2021 / 13:28 / von: sda/asl/mma
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Der Präsident der Swiss Football League, Heinrich Schifferle, wurde wegen ungetreuer Geschäftsführung bei seinem früheren Arbeitgeber zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. (Archivbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Der Präsident der Swiss Football League, Heinrich Schifferle, wurde wegen ungetreuer Geschäftsführung bei seinem früheren Arbeitgeber zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. (Archivbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

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Kein Freispruch für den Präsidenten der Swiss Football League, Heinrich Schifferle: Das Zürcher Obergericht hat das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom Oktober 2019 bestätigt. Dieses hatte ihn wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung zu einer Geldstrafe verurteilt. Die bedingte Geldstrafe beträgt 130 Tagessätze zu 800 Franken. Damit reduziert das Obergericht die Strafe um 50 Tagessätze reduziert. Die Probezeit beträgt neu zwei statt drei Jahre.

Alle Vorwürfe, welche die Staatsanwaltschaft gegen den Fussballfunktionär erhob, betreffen Schifferles frühere Anstellung beim Winterthurer Immobilienunternehmen Siska Immobilien AG. Dort war er als Geschäftsführer angestellt, bis er 2014 fristlos entlassen wurde.

Das Obergericht sprach Schifferle in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil schuldig, Personal seines damaligen Arbeitgebers für private Zwecke eingesetzt zu haben.

So soll er einen Siska-Mitarbeiter beauftragt haben, die Buchhaltung seines privaten Zahnarztes zu führen, wie an der Verhandlung Mitte Juli zu vernehmen war. Dafür habe er keine Zahnarztrechnungen zahlen müssen.

Die Buchhaltungsleistungen für den Zahnarzt habe er in Rechnung stellen wollen. «Das fiel aber aus dem Radar», sagte er während der Verhandlung. Damals stand auch noch der Vorwurf im Raum, er habe seinen Aston Martin während Jahren auf Kosten der Firma versichert. Davon sprach ihn das Obergericht nun frei.

Ursprünglich 19 Vorwürfe erhoben

Ursprünglich hatte die Siska Schifferle 19 Handlungen vorgeworfen, mit denen er sich auf Kosten der Firma bereichert haben soll. So etwa, dass er seine Golfclub-Mitgliedschaft über die Firmenkasse abgerechnet haben soll oder regelmässig auf Siska-Kosten essen gegangen sei.

Bei der Gerichtsverhandlung im Juli sagte Schifferle, der Rausschmiss aus der Firma 2014 habe ihn überrascht: «Für mich kam das aus heiterem Himmel». Zwei Wochen zuvor habe er noch einen Bonus von 15'000 Franken versprochen bekommen. Vor Gericht forderte er damals vollen Freispruch.

Schifferle ist seit 2011 Präsident der Swiss Football League (SFL). Ursprünglich wollte er das Amt Ende November 2021 abgeben. Sein Rücktritt sei aber noch nicht definitiv beschlossen, sagte er Mitte Juli vor Gericht.

Der Siska-Präsident Günter Heuberger ist auch Mehrheitsaktionär und ehemaliger Geschäftsführer der TOP-Medien.

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