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Fussballclubs verurteilen Aktion der FC Schaffhausen-Fans

Das sexistische und frauenfeindliche Transparent von FC Schaffhausen-Fans löst bei den Fussballclubs Empörung aus. Der FC Winterthur und der FC Schaffhausen verurteilen die Aktion aufs Schärfste.

27.05.2019 / 16:20 / von: rme/mle
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Die Fans des FC Winterthur reagierten während dem Spiel mit einem Transparent auf das Skandal-Plakat der Schaffhausen-Fans. (Bild: facebook.com/FC Winterthur)

Die Fans des FC Winterthur reagierten während dem Spiel mit einem Transparent auf das Skandal-Plakat der Schaffhausen-Fans. (Bild: facebook.com/FC Winterthur)

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Im Spiel des FC Winterthur gegen den FC Schaffhausen zeigten die Schaffhauser-Fans ein sexistisches und frauenfeindliches Transparent.

Darauf rufen sie zu Gewalt an Winterthurer Frauen auf. Die Verantwortlichen des FC Winterthur sind entsetzt über dieses Transparent.

«Wir verurteilen die Aktion aufs Schärfste», sagt Geschäftsführer Andreas Mösli. Seit er beim FC Winterthur arbeite, habe es noch nie eine solche Aktion gegeben, so Mösli weiter. Der FC Winterthur prüfe deshalb rechtliche Schritte gegen die Fans.

Der FC Winterthur hat gleich nach dem Spiel auf Facebook sein Unverständnis ausgedrückt:

Die Reaktion der beiden Fussballclubs im Beitrag von RADIO TOP:

audio


Die Fans des FC Winterthur reagierten bereits während dem Spiel auf Skandal-Transparent der Schaffhausen-Fans. Sie verurteilten mit einem eigenen Transparent die Aussagen.

Toja Rauch von den FC Winterthur Damen hat gestern den Facebook-Post erstellt und damit einen Shitstorm ausgelöst. Sie fühlt sich durch den Banner angegriffen und findet es beängstigend, wie leichtsinnig so etwas publiziert. Sie empfindet dies als Angriff auf die gesamte Damenmannschaft des FC Winterthur. 

Im Beitrag von TELE TOP macht sie ihre Forderungen klar:

video 

Auch der FC Schaffhausen ist nicht erfreut über die Aktion seiner Fans und verurteilen diese ebenfalls. Aus diesem Grund haben sie die Fans zu sich eingeladen. «Die Fans müssen sich nach dieser Aktion bei uns verantworten», sagt FC Schaffhausen Mediensprecher Christian Stamm.

Ob sie Konsequenzen gegen die Fans aussprechen, kann noch nicht gesagt werden. «Wir wollen zuerst die Gespräche abwarten», so Stamm weiter. Aber auch der FC Winterthur will sich mit seinen Fans unterhalten. Provokationen zwischen den Fans seien normal, jedoch wollen sie keine Rache-Aktion seiner Fans beim nächsten Spiel gegen den FC Schaffhausen.

Neben den möglichen Konsequenzen der beiden Fussballvereine, hat auch die Stadtpolizei Winterthur Ermittlungen zu dem Skandal-Transparent aufgenommen. Sie prüfen eine Verletzung des Gesetzes. Dabei geht es um den öffentlichen Aufruf zu Gewalt oder Verbrechen.


«Nochmal drüber geschlafen und sich paar
Gedanken gemacht»

Die FC Schaffhausen-Fans rudern auf ihrer Facebook-Seite «Bierkurve Schaffhausen» indes zurück. In einem Post vom Montagmorgen beteuern sie, dass keiner der FC Schaffhausen-Fans frauenfeindlich sei und die Aktion mit den Bannern «bisschen unüberlegt» war. 

Auf Anfrage von TELE TOP nehmen die Verantwortlichen der Bierkurve Schaffhausen schriftlich Stellung zum Vorfall: «In erster Instanz wird es (nach unserem aktuellen Wissensstand) auch sehr viele Unbeteiligte treffen. Schlussendlich soll und muss die Verantwortung jeder einzelne übernehmen der in irgendeiner Form an diesem dämlichen Spruchband beteiligt war. Wir als Kurve haben intern bereits die ersten Konsequenzen gezogen, welche ich nicht öffentlich darlegen möchte.»

Die Kurve distanziert sich nochmals von dem Plakat und findet deutliche Worte: «Wir möchten ganz klar dazu Stellung beziehen, dass Sexismus und Frauenhass auch in Schaffhausen keinen Platz haben! Wir haben einigen Leuten zu viel Freiraum zugesprochen und mussten erfahren, dass es so nicht geht. Aus diesem Grund werden wir im Kern weitere Massnahmen folgen lassen.»

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