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Winterthurer Sonderschulkonzept «SIRMa» wird neu lanciert

Seit der Einführung des sonderpädagogischen Konzepts «SIRMa» ist die Zahl der Sonderschüler nicht gesunken, sondern stark angestiegen. Nun wird das Konzept angepasst. Unter dem Namen «Wega» soll die Zahl der Sonderschüler wieder sinken.

19.04.2018 / 09:49 / von: rwa
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Das Winterthurer Sonderschulkonzept «SIRMa» bekommt einen neuen Namen. (Symbolbild: pixabay.com)

Das Winterthurer Sonderschulkonzept «SIRMa» bekommt einen neuen Namen. (Symbolbild: pixabay.com)

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«SIRMa» steht für die Stärkung der Integrationskraft der Regelschule durch Ressourcenmanagement. Trotz der Einführung dieses Konzeptes ist aber der Anteil der Sonderschülerinnen und Sonderschüler in der Stadt Winterthur von 2013 bis 2017 stark angestiegen, von 4,5 auf 5,5 Prozent. Der gewünschte Effekt blieb aus, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Die Zentralschulpflege hat deshalt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW beauftrag, «SIRMa» zu analysieren. Im Projekt «Wega» wird nun das Konzept angepasst. Im Zentrum stehen Kinder, die trotz besonderem Bildungsbedarf nach Möglichkeit in den Regelklassen gefördert werden sollen. Dafür sollen sowohl die Schulen wie auch die Schulleitungen gestärkt werden. Die Schulen und die Schulleitungen sollen durch das Departement Schule und Sport vermehrt gezielte Beratung und Unterstützung für ihre Aufgaben erhalten.

Ein weiterer Punkt betrifft das heutige Finanzierungssystem der Sonderschulung. Dieses führt zu falschen Anreizen, indem der Bedarf an Fördermassnahmen automatisch mehr Ressourcen auslöst, heisst es in der Mitteilung weiter. Darum sollen die Schulen neu über ein Planungsbudget für alle Massnahmen verfügen sowie budgetierte Mittel zur Stärkung der Integration von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf erhalten. Die ZSP wird zudem in Zukunft nicht nur die finanziellen Mittel direkt den Schulen zuweisen, sie nimmt auch die Verantwortung für die externen Sonderschulungen wieder zu sich zurück. Diese ging im Rahmen von «SIRMa» an die Kreisschulpflege über.

Das Projekt zur Reorganisation der Sonderschulung heisst nach dem Stern Wega, weil es ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten zum Ziel hat. Es ist das Ziel der Zentralschulpflege, noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode die Grundsatzentscheide zur neuen Organisation der Sonderschulung zu fällen. Die Umsetzung erfolgt bis 2022.

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