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Gegner ziehen Obertor-Initiative zurück

Die Winterthurer Obertor-Initiative wird zurückgezogen. Dies gaben die Initianten am Donnerstag bekannt. Grund dafür seien unter anderem die Zugeständnisse des Stadtpräsidenten Michael Künzle.

11.07.2019 / 13:06 / von: mma
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Die Initiative zum Obertor wird vom Komitee zurückgezogen. (Bild: Screenshot/TELE TOP)

Die Initiative zum Obertor wird vom Komitee zurückgezogen. (Bild: Screenshot/TELE TOP)

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Im Frühjahr 2018 lancierte ein Komitee aus Mieterverband, SP, Grüne, AL, IG Obertor und dem Bewohnerverein Altstadt die Obertor-Initiative. Sie forderte den Verbleib des freiwerdenden Stadtpolizei-Areals am Obertor im städtischen Eigentum, eine gemischte Nutzung und eine Abgabe an eine Trägerschaft im Baurecht, die mindestens bei der Hälfte der Geschossfläche eine Kostenmiete zulässt. Nun wird die Initiative zurückgezogen. Dies teilte das Initiativkomitee am Donnerstag mit.

Als Grund für den Rückzug nennt das Komitee die Aushandlung des parlamentarischen Gegenvorschlags. Mit diesem werde sichergestellt, dass das Land nicht verkauft werde, eine gemischte Nutzung möglich sei und mehr Fläche nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet werden könne, als zuerst angenommen. Desweiteren soll ein Gestaltungsplan die Qualität des öffentlichen Raumes sichern.

Das Komitee bedauere aber, dass das Prinzip der Gemeinnützigkeit wegfalle. Nach Meinung der Initianten hätte dieses die soziale Durchmischung gesichert.

Lobende Worte findet das Komitee hingegen für den Winterthurer Stadtpräsidenten Michael Künzle. Künzle sicherte den Initianten zu, sie weiterhin in die Planung mit einzubeziehen.

Der Stadtrat hatte eigentlich ein Boutique-Hotel mit Hamam auf dem Areal in der Altstadt errichten. Eine Machbarkeitsstudie zeigte aber auf, dass dieses Unterfangen nicht rentabel gewesen wäre. Die Studie empfahl, Wohnungen im städtischen Besitz am Obertor zu bauen.

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