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Reiche und Gebildete lassen sich eher impfen

Sozioökonomische Faktoren spielen ein Rolle dabei, wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt. So sind Menschen mit höherem Einkommen und Bildungsstand überdurchschnittlich häufig gegen Covid-19 geimpft.

27.04.2022 / 09:00 / von: sda/ame
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Laut einer Studie sind Menschen mit höherem Einkommen und Bildung eher bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Laut einer Studie sind Menschen mit höherem Einkommen und Bildung eher bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Dasselbe gilt für Personen aus urbanen Gebieten, mit einer chronischen Krankheit oder mit höherer Gesundheitskompetenz, wie eine aktuelle Studie der ZHAW School of Management and Law in der wissenschaftlichen Zeitschrift «Swiss Medical Weekly» zeigt. Die repräsentative Studie beruht auf Umfragedaten aus dem «Covid-19 Social Monitor», die zwischen Juni und Dezember 2021 bei rund 2400 Personen in der Schweiz erhoben wurden.

Weniger häufig geimpft sind demnach Menschen, die auf dem Land leben oder den Behörden und der Wissenschaft ein geringeres Vertrauen entgegenbringen. Angst vor Nebenwirkungen und Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung sind die meistgenannten Gründe gegen einen Piks (je 57 Prozent der Ungeimpften).

86 Prozent stufen Lebensqualität als gut oder sehr gut ein

Die neusten Umfrageergebnisse eines weiteren Covid-19 Social Monitors aus der zweiten März-Hälfte 2022 zeigen, dass 86 Prozent der Schweizer Bevölkerung ihre aktuelle Lebensqualität als gut oder sehr gut einstufen. Im Dezember 2021 waren es 84 Prozent. Das Befinden der Menschen blieb also relativ stabil, so die Autoren der Studie.

Eine erhöhte psychische Belastung verspüren 24 Prozent der Gesamtbevölkerung (Ende 2021: 26 Prozent). Mit 37 Prozent liege dieser Wert bei Menschen zwischen 18 und 29 Jahren aber immer noch deutlich höher. Dagegen hätten Einsamkeitsgefühle in dieser Altersgruppe abgenommen, von 12 Prozent im Dezember 2021 auf 8 Prozent im März 2022.

Zuletzt wieder etwas gestiegen sei das Vertrauen der Bevölkerung in Behörden und Medien: 69 Prozent der Befragten geben an, den Behörden stark zu vertrauen. 61 Prozent sagen dies in Bezug auf die Medien. Die aktuellen Anteile liegen allerdings tiefer als zu Pandemiebeginn (April 2020: 82 und 69 Prozent). 70 Prozent haben hohes Vertrauen in die Wissenschaft, das ist laut Umfrage der höchste Wert seit zwei Jahren.

Parallel zu den Corona-Lockerungen werden auch die Verhaltensmassnahmen zur Vermeidung von Ansteckungen weniger konsequent umgesetzt, wie es weiter hiess. Noch 56 Prozent der Befragten halten laut den Ergebnissen vom März 2022 meistens Abstand zu anderen Menschen, während dies im Dezember 2021 noch 77 Prozent taten.

Der Covid-19-Monitor wird regelmässig von der ZHAW in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Bern durchgeführt. Bisher wurden 22 Befragungen im Zeitraum vom 30. März 2020 bis zum 24. März 2022 durchgeführt.