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Kanton Zürich fährt mit den Impfzentren hoch

Im Kanton Zürich wird es elf Impfzentren geben. Bisher war von vier Zentren die Rede. Das grösste Impfzentrum wird in der Messehalle Zürich aufgebaut. Aber auch andere Städte wie Winterthur, Uster oder Wetzikon sollen neu zu Impfstandorten werden.

26.01.2021 / 11:41 / von: szw/asl/sda/cst
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Der Kanton Zürich will mehr impfen. Die Strategie wurde am Mittwoch an einer Medienkonferenz bekannt gegeben. (Bild: RADIO TOP/Patrick Walther)

Der Kanton Zürich will mehr impfen. Die Strategie wurde am Mittwoch an einer Medienkonferenz bekannt gegeben. (Bild: RADIO TOP/Patrick Walther)

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Der Kanton Zürich will den Schnellgang beim Impfen einlegen. Wie der Kanton am Dienstag an einer Medienkonferenz mitteilt, sollen elf Impfzentren im Kanton eingerichtet werden. Davor waren vier Standorte geplant. Zu den zusätzlichen Standorten zählt unter anderem die Messehalle Zürich. Hinzu kommen aber auch Impfzentren in den Städten Winterthur, Uster, Wetzikon, Bülach, Meilen, Affoltern am Albis, Horgen und Dietikon.

Alles über die neue Impfstrategie des Kantons Zürich – im Beitrag von RADIO TOP:

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«Mit den elf Impfzentren können wir in Kombination mit den Hausärzten und Apotheken den Kanton optimal abdecken und der Bevölkerung in allen Kantonsteilen einen möglichst einfachen Zugang zu einer Impfmöglichkeit bieten», wird Regierungsrätin Natalie Rickli in der dazugehörigen Medienmitteilung zitiert.

In Zusammenarbeit mit den Hausärzten und Apotheken wird ein Netz von Impfmöglichkeiten gebildet, welches der Bevölkerung den Zugang zu einer Impfung möglichst einfach machen soll. Im Kanton soll eine flexible Kapazität von über 20'000 Erst- und Zweitimpfungen pro Tag zur Verfügung stehen. Die Gesundheitsdirektion wird eine Registrierungsmöglichkeit einrichten.

Wie sich Natalie Rickli gegen die Vorwürfe des Trödelkantons wehrt im Beitrag von TELE TOP:

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Impfzentren in der Stadt Zürich

Das grösste Impfzentrum wird in der Messe in Zürich-Oerlikon eingerichtet. Dort sollen sich pro Tag bis zu 4'000 Personen impfen lassen können. Ende Februar soll es bereitstehen.

Ein zweites Impfzentrum in der Stadt Zürich wird am Triemli-Spital eingerichtet. Es soll 1'000 Impfungen pro Tag meistern können und steht theoretisch schon bereit. Das Personal ist auf Abruf und kann anfangen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, wie Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) am Dienstag an einer Medienkonferenz ausführte.

Das bereits bestehende Impfzentrum der Universität Zürich am Hirschengraben, das seit Januar in Betrieb ist, wird als drittes Impfzentrum in der Stadt Zürich weitergeführt. Es ist für 600 Impfungen pro Tag eingerichtet und wird voraussichtlich bis Ende Jahr in Betrieb sein. Dort können sich dann all jene Einwohnerinnen und Einwohner noch impfen lassen, die sich erst später dazu entscheiden - wenn die normalen Impfzentren bereits wieder ausser Betrieb sind. Der Kanton rechnet damit, dass die Aktion ihren Höhepunkt im Juni hat und gegen Ende Sommer vorbei ist.

Rieterhalle und Curlinghalle

Nach den drei Impfzentren in der Stadt Zürich folgen im April die acht Zentren in den Regionen. In Winterthur wird auf dem Rieter-Areal in Töss geimpft, in Affoltern am Albis in der Break Eventhalle, in Meilen in den Turnhallen beim Bahnhof, in Dietikon in der Stadthalle und in Wetzikon in der Curlinghalle.

In Horgen, Bülach und Uster sind die Standorte noch offen. Rickli betonte jedoch, dass man hier auf der Zielgeraden sei. Betrieben werden die Impfzentren in den Regionen von den jeweiligen Regionalspitälern. Im Zürcher Messezentrum und in Winterthur sind auch Private beteiligt, in Zürich die Hirslandengruppe, in Winterthur Medbase und die Standortförderung.

Insgesamt sollen in diesen elf Zentren bis zu 12'600 Spritzen pro Tag gesetzt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass genügend Impfstoff bereitsteht. Dies ist aktuell bekanntlich das Problem. «Hätten wir die Impfzentren heute schon, würden sie leer stehen, weil wir gar nicht genug Impfstoff haben», sagte Rickli.

Kleine Kantone sind schneller

Dass Zürich ein Trödelkanton ist, wie eine Statistik des Bundes vergangene Woche aufzeigte, weist sie deshalb von sich. «Auch wir könnten schneller impfen, wenn wir mehr Impfstoff hätten.» Der Fokus des Kantons Zürich liege primär auf den Heimen und darauf, die zweite Dosis des Impfstoffs zurückzulegen. «Ein kleiner Kanton, der gleich alles verimpft, ist natürlich schneller.»

Geplant ist, dass dereinst auch 133 Zürcher Apotheken die Corona-Impfung verabreichen können. Dafür braucht es allerdings noch eine Verordnungs-Änderung - und wiederum genügend Impfstoff.

Aktuell stehen bis Ende Januar 80'000 Impfdosen zur Verfügung, bis Ende Februar weitere 160'000, also insgesamt 240'000 Dosen für 120'000 Personen - sofern diese Impfdosen überhaupt eintreffen. Bestätigt sind die Lieferungen derzeit nur bis am 8. Februar. Danach muss der Kanton mit Annahmen planen.

Weiter erklärte Rickli, dass der Kanton eine eigenen Anmeldetool für die Impftermine entwickelt. Die Anmeldeplattform des Bundes, welche Zürich Ende Dezember aufgeschaltet hatte, sorgte bei vielen Impfwilligen bekanntlich für Frust.

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