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KSW legt Auslagerung der Gastronomie auf Eis

Das Kantonsspital Winterthur (KSW) wollte die Gastronomie an ein externes Unternehmen ausgliedern, um so Geld zu sparen. Nach heftiger Kritik krebst die Spitaldirektion nun aber zurück und sieht vorerst vom Projekt ab.

22.07.2020 / 15:00 / von: mle
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Das Kantonsspital Winterthur (KSW) wollte die Gastronomie an ein externes Unternehmen ausgliedern, verschiebt das Vorhaben aber jetzt. (Bild: ksw.ch)

Das Kantonsspital Winterthur (KSW) wollte die Gastronomie an ein externes Unternehmen ausgliedern, verschiebt das Vorhaben aber jetzt. (Bild: ksw.ch)

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externes Unternehmen sollte den Gastrobetrieb des Kantonsspitals Winterthur (KSW) schon ab Juli 2021 übernehmen und künftig den Leiter Gastronomie stellen, neues Personal einstellen und die Lebensmittel einkaufen. Dies um den «Bereich Verpflegung wettbewerbsfähiger und wirtschaftlicher zu machen». Vorgesehen war, die Auslagerung noch in diesem Monat öffentlich auszuschreiben. Nach zahlreichen negativen Reaktionen, rudert das KSW nun aber zurück.

Das KSW schreibt am Mittwoch: «Spitalrat und Spitaldirektor haben entschieden, dass bis Ende 2020 verschiedene Optionen vertieft zu prüfen sind, damit umfassende Grundlagen vorliegen, bevor das weitere Vorgehen beschlossen wird.» Weiter heisst es: «Spitalrat und Spitaldirektor nehmen die geäusserten Bedenken ernst und beziehen sie in die Prüfung der künftigen Ausrichtung der Gastronomie mit ein.»

Die entsprechenden Grundlagenpapiere sollen dem Spitalrat bis Ende 2020 vorgelegt werden, damit dieser einen Grundsatzentscheid zum weiteren Vorgehen fällen kann. Sollte eine öffentliche Ausschreibung erfolgen, sei damit nicht vor dem ersten Quartal 2021 zu rechnen.

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Marc
am 24.07.2020 um 17:08
Das management des ksw scheint immer wieder zu vergessen dass das winterthurer stimmvolk GEGEN eine privatisierung gestimmt hat. Wenn die Benutzer der Teppichetagen solch star allüren haben sollen sie doch in ein anderes Unternehmen wechseln und dort Monopoly spielen anstatt den fokus des KSW weg von den Menschen und ihr wohlbefinden hin zu einem hort des kapitalismus zu bewegen.
Roland Brunner
am 22.07.2020 um 19:55
Die Chefetage im KSW hat hoffentlich endlich gemerkt, dass das klare Nein zur Privatisierung des Spitals vor drei Jahren auch nicht in Salami-Scheibchen umgangen werden kann. Es wird Zeit, dass Spitalrat und Spitaldirektion den Willen der Bevölkerung endlich ernst nehmen, statt ihren privaten Privatisierungsträumen nachzuhängen.