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Mathias Reynard will nicht ins SP-Präsidium - gute Chancen für Mattea Meyer

Der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard will nicht mehr für die Nachfolge des abtretenden SP-Parteipräsidenten Christian Levrat kandidieren. Damit dürfen die Winterthurer Nationalrätin Mattea Meyer und der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth gute Chancen haben.

15.06.2020 / 07:28 / von: sda/abl
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Mathias Reynard zieht sich aus dem Rennen um das SP-Präsidium zurück. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Mathias Reynard zieht sich aus dem Rennen um das SP-Präsidium zurück. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Sein Herz habe zwischen dem Walliser Staatsrat und der SP-Präsidentschaft hin und her geschwankt, sagte der 32-Jährige in einem Interview mit der Zeitung «Le Nouvelliste». Er wolle aber nunmehr für den Walliser Staatsrat kandidieren und verzichte daher darauf, sich um das Spitzenamt der SP weiter zu bemühen.

«Mein Herz und mein Mut sind hier», sagte Reynard weiter in dem Interview. «Ich möchte meinem Kanton und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern zurückgeben, was sie mir bisher ermöglicht haben», betonte der SP-Politiker gegenüber der Zeitung.

Abwägung des Nutzens

Ausserdem gab er an, dass es kein Druck aus der Partei oder aus der Bevölkerung gewesen sei, der ihn zu diesem Entscheid veranlasst habe. Es sei vielmehr der Eindruck gewesen, dass er für seinen Kanton nützlicher sein könnte, als für die Gesamtschweizer Partei.

«Die Sensibilität der Linken, die Pluralität und der Geist der Offenheit, die im Wallis herrschen, müssen im Staatsrat vertreten sein, und ich werde für die Erfüllung dieser Aufgabe nützlicher sein, als wenn ich das Land als Präsident der SP führen würde», erklärte er weiter.

Reynard hatte angekündigt, dass er zusammen mit der Zürcher Nationalrätin Priska Seiler Graf für die SP-Präsidentschaft kandidieren werde. Die Nachfolge von Christian Levrat hätte eigentlich im April besiegelt werden sollen - doch das Vorhaben wurde aufgrund der Coronavirus-Krise auf den Oktober verschoben.

Interesse am Spitzenamt bei der SP bekundet hatten zudem Mattea Meyer (Nationalrätin ZH) und Cédric Wermuth (Nationalrat AG) für eine Co-Präsidium sowie Martin Schwab (SP Nidau BE) als Einzelkandidat. Meyer und Wermuth dürften mit dem Rückzug von Reynard nun gute Chancen auf das Präsidium haben.