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«Offizieller Empfang für Dalai Lama ist heikel»

Die Schweiz erwartet gleich zwei geistliche Oberhäupter. Am Donnerstag ist der Papst in Genf. In drei Monaten der Dalai Lama im Tösstal und in Winterthur. Vom Bundesrat werden nicht beide gleich behandelt.

20.06.2018 / 20:10 / von: meg
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Hier ist der Dalai Lama an einer Zeremonie in Indien - im September ist er in Winterthur (Bild: twitter.com/DalaiLama)

Hier ist der Dalai Lama an einer Zeremonie in Indien - im September ist er in Winterthur (Bild: twitter.com/DalaiLama)

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Gleich drei Bundesräte begrüssen den Papst in der Schweiz. Der Dalai Lama dagegen nimmt an diversen Veranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum des Tibet-Instituts Rikon teil. Ob er dabei auf einen Bundesrat trifft, ist nicht klar. Das eidgenössische Departement für auswertige Angelegenheiten, sagte offiziell Treffen werden von Fall zu Fall beurteilt.

Da die tibetische Gemeinschaft kein anerkanntes Volk ist, ist eine offizielle Begrüssung vom Dalai Lama als Oberhaupt der Gemeinschaft nicht unproblematisch. Der Winterthurer EVP-Nationalrat Nik Gugger sagt: «Der Bundesrat muss die Besuche so planen, dass sie für alles sozialverträglich sind.» Er begrüsse ein persönliches Treffen des Bundesrates mit dem Dalai Lama, allerdings sei dies problematisch wegen der Beziehung zwischen China und der tibetischen Minderheit.

Der RADIO TOP-Beitrag zu der Problematik des offiziellen Empfangs des Dalai Lamas:

auudio

Der Vergleich der beiden geistlichen Oberhäupter biete sich zwar an, aber sie seien nicht gleich zu bewerten, sagt Beat Walti, FDP-Nationalrat aus dem Tösstal. Allerdings vertrete der Papst nicht so klar eine ethnische Minderheit innerhalb eines Staatsgebietes.

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