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Polizei verhaftet sechs mutmassliche «Eisenjugend»-Mitglieder

Die Polizei hat in den Kantonen Zürich und Luzern sechs mutmassliche Mitglieder der «Eisenjugend» festgenommen. Sie stehen im Verdacht, rechtsradikales Gedankengut verbreitet zu haben. Ob sie in Untersuchungshaft kommen, ist noch offen.

20.01.2021 / 11:52 / von: mle/sda
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Bei einer gezielten Aktion gegen sechs mutmassliche Rechtsextremisten sind am Mittwochmorgen im Kanton Zürich und im Kanton Luzern insgesamt sechs Personen verhaftet worden. (Symbolbild: Kantonspolizei Zürich)

Bei einer gezielten Aktion gegen sechs mutmassliche Rechtsextremisten sind am Mittwochmorgen im Kanton Zürich und im Kanton Luzern insgesamt sechs Personen verhaftet worden. (Symbolbild: Kantonspolizei Zürich)

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Den Behörden ist ein erneuter Schlag gegen die rechtsextreme Szene gelungen. Wie die Kantonspolizei Zürich schreibt, wurden am Mittwochmorgen sechs mutmassliche Rechtsextremisten verhaftet. Fünf davon im Kanton Zürich, einer ist im Kanton Luzern wohnhaft. Auslöser für die Verhaftung war die Störaktion auf eine Online-Veranstaltung der Jüdischen Liberalen Gemeinde Or Chadasch (JLG), berichtet der «Landbote». Die Veranstaltung wurde gekapert und mit Hakenkreuzen, Hitlerbildern und Pornografie überschwemmt. Die Gemeinde hat Anzeige erstattet.

Bereits im vergangenen Sommer gerieten die jungen Schweizer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren ins Visier der Polizei, weil sie rassendiskriminierende Inhalte verbreitet haben sollen.

Genauere Ortsangaben machen die Strafverfolgungsbehörden nicht publik. Es sei eine gezielte Aktion gewesen, bei der auch Beweise und Waffen sichergestellt worden seien. Genauere Angaben zu den Beweisen gibt es ebenfalls nicht.

Die sechs jungen Männer werden nun befragt. Ob sie in Untersuchungshaft kommen, ist noch offen. Die rechtsextreme «Eisenjugend», welcher die Verhafteten angehören sollen, ruft zu einem «Rassenkrieg» auf. Ob es noch mehr mutmassliche Mitglieder und somit weitere Verhaftungen gibt, sagen die Behörden nicht.

Von Kunsthochschule ausgeschlossen

Bereits im August 2020 wurden bei Hausdurchsuchungen mehrere Schusswaffen beschlagnahmt. Ein mutmassliches «Eisenjugend»-Mitglied, das in Winterthur wohnt, wurde daraufhin von der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ausgeschlossen.

Mitstudierende hatten nach Bekanntwerden seiner rechtsextremen Gesinnung seinen Ausschluss gefordert. Die Hochschulleitung unterstützte diese Haltung und verbot dem Studenten daraufhin, das Schulareal zu betreten oder die Infrastruktur zu nutzen.

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