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Reinhard schiesst nach Rücktritt gegen Impfskeptiker

Vergangene Woche ist Markus Reinhard, Vizepräsident der Winterthurer SVP, überraschend zurückgetreten. Im Netz schoss er danach gegen Massnahmengegner – und damit gegen die SVP-Parteipräsidentin.

22.09.2021 / 08:09 / von: mma
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Markus Reinhard kritisierte die Massnahmengegner auf Facebook stark. (Bild: svp-zuerich.ch)

Markus Reinhard kritisierte die Massnahmengegner auf Facebook stark. (Bild: svp-zuerich.ch)

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Am vergangenen Freitag verkündete die SVP Winterthur überraschend den Rücktritt von Vizepräsident Markus Reinhard. Offiziell wurde der Rücktritt mit Überlastung begründet. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass dies nicht der wahre Grund ist, berichtet der «Landbote».

Am Samstag, als die Massnahmengegner durch Winterthur zogen, hielt sich Reinhard auf Facebook nicht mehr zurück. In einem Post schrieb er: «Gegen das Impfen, gegen die Ehe für alle, gegen Aufklärungsunterricht in der Schule, für ein Leben im Mittelalter. Mir wird schlecht.» Am Sonntag postete er dann noch einen Beitrag, der sich kritisch mit Freikirchen und der Pandemie auseinandersetzte. Beide Posts waren gemäss der Zeitung am Montag wieder verschwunden. Nur Reinhards neues Profilbild mit Regenbogenfahne blieb.

Brisant: Die Winterthurer SVP-Präsidentin Maria Wegelin ist bekennende Massnahmengegnerin und lief auch selbst an der Demonstration vom Samstag, welche von Reinhard scharf kritisiert wurde, mit. Ist Reinhard also zurückgetreten, weil er die Partei mit Wegelin an der Spitze auf dem Weg ins Mittelalter sieht? Gegenüber der Zeitung will Reinhard dies weder bestätigen noch dementieren.

Gemäss parteiinternen Quellen sei es bereits seit längerem zu ideologischen Konflikten zwischen dem liberalen Reinhard und der konservativen Wegelin gekommen. Die Stadtratskandidatin stellte die Pandemiemassnahmen immer infrage, aber auch ihre Ablehnung der Ehe für alle sorgte für Konfliktpotenzial.

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