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Ruag-Chef Perrin räumt seinen Posten

Nicolas Perrin, der Verwaltungsratspräsident der Ruag, tritt zurück. Der bundeseigene Rüstungskonzern gerät ob der Leopard-1-Geschäfte unter Beschuss.

20.02.2024 / 23:01 / von: gac
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Der Verwaltungsratspräsident des Schweizer Rüstungskonzerns Ruag, Nicolas Perrin, tritt zurück. (KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Der Verwaltungsratspräsident des Schweizer Rüstungskonzerns Ruag, Nicolas Perrin, tritt zurück. (KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

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Der Verwaltungsratspräsident des bundeseigenen Rüstungskonzerns Ruag MRO, Nicolas Perrin, tritt zurück. Der Rücktritt erfolge in Absprache mit dem Eigner, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Perrin war im Herbst 2019 in der Verwaltungsrat der Ruag gewählt worden. Er wechselte jedoch erst per Juni 2020 zur MRO Schweiz. Perrin war zuvor seit über dreissig Jahren in verschiedenen Funktionen bei den SBB tätig. Ab 2008 leitete er SBB Cargo.

Wie am Dienstag bekannt wurde, deckte die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) Ungereimtheiten beim Ruag-Panzerdeal mit Italien und 2023 mit Rheinmetall auf. Die Ruag wollte der Herstellerfirma Rheinmetall 96 in Italien gelagerte Leopard 1-Panzer zur Weitergabe an die Ukraine verkaufen, was am Veto des Bundesrats scheiterte.

Ruag MRO gesteht Mängel ein

Die damalige Ruag Holding erwarb 2016 von der italienischen Armee für 4,5 Millionen Franken hundert gebrauchte Leopard-1-Panzer und Ersatzteile. Schon dabei ortete die EFK in ihrem Bericht Unregelmässigkeiten.

Der bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag MRO gestand von der EFK gerügte Mängel ein. Der Kauf italienischer Panzer sei durch die alte Holding erfolgt. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hielt seitens des Eigners fest, es erwarte, «dass die Ruag MRO offensichtliche Mängel in Organisation, Abläufen und Geschäftstätigkeit umgehend bereinigt».

Aufgrund eigener Abklärungen leitete der Verwaltungsrat eine interne Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei ein, wie Ruag MRO in einer Stellungnahme an die EFK festhielt.

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