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So macht man seine Pflanzen winterfest

Damit es Pflanzen gut durch den kalten Winter schaffen, müssen sie winterfest gemacht werden. Hier gibt es praktische Tipps.

14.10.2020 / 05:55 / von: mle
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Damit es Pflanzen gut durch den kalten Winter schaffen, müssen sie winterfest gemacht werden. (Symbolbild: Pixabay.com/Freja)

Damit es Pflanzen gut durch den kalten Winter schaffen, müssen sie winterfest gemacht werden. (Symbolbild: Pixabay.com/Freja)

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Im Sommer gibt es nichts Schöneres als einen grünen Sitzplatz. Pflanzen verschönern jeden Balkon, jede Terrasse und jeden Garten. Nach dem Lockdown sind die Menschen regelrecht über die Gartencenter hergefallen. Damit man auch im nächsten Jahr noch Freude an seinem verschönerten Sitzplatz hat, ist es wichtig, die Pflanzen winterfest zu machen. 

Shannon Ruh, stellvertretende Leiterin vom Gartencenter Hauenstein in Rafz hat Tipps parat. Hier lesen oder nachhören.

Welche Pflanzen müssen winterfest gemacht werden?

Da es langsam immer kälter wird, sollte man Zitruspflanzen und sonstige Kübelpflanzen, die nicht winterfest sind, ins Überwinterungsquartier stellen. Hat man heikle Kräuter wie Rosmarin auf dem Balkon, sollte man ihn einpacken und an die Hauswand stellen. Dort ist es nämlich ein bis zwei Grad wärmer. Die meisten Kräuter sind im Winter sowieso nicht brauchbar. Hat man aber Petersilie oder Basilikum auf dem Balkon, sollte man sie in einen kleinen Topf umpflanzen und geschützt auf das Fenstersims stellen. Das Basilikum sollte man gar in die Wohnung nehmen.

Hat man einen Garten, muss man sich um die eingepflanzten Pflanzen eigentlich nicht sorgen. Denn die Wurzeln reichen in der Regel so tief, dass sie gar nicht einfrieren können. Hat man aber Palmen, sollte man zumindest die Kronen einpacken.

Nicht nötig haben es einheimische Pflanzen wie Gräser, Sträucher wie Buchs oder Haselnuss aber auch Obstbäume. Aber auch Sommerpflanzen, die sowieso kaputt gehen, müssen nicht winterfest gemacht werden.

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Pflanzen einpacken oder in die Wohnung stellen?

Pflanzen sollte man grundsätzlich nicht in die Wohnung stellen, denn sie brauchen auch ihre Ruhephase. Stellt man sie ins Heim, kann es wegen der warmen Luft zu einem Laus-Befall kommen. Besser ist es, die Pflanzen einzupacken. Am besten eignet sich Vlies, denn das ist luftdurchlässig und lässt die Pflanze atmen. Hat man einen Garten, kann man auch das Laub über die Pflanzen legen. Das schützt sie nicht nur vor der Kälte, sondern freut auch die Igel, denn die haben so ein Winterquartier.

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Handelt es sich um eine extrem heikle Pflanze wie Chili, stellt man sie am besten in einen unbeheizten Wintergarten oder ins Treppenhaus. Zirka zwölf Grad und viel Tageslicht sind optimal.

Soll man Pflanzen im Herbst und Winter giessen?

Beim Giessen sollte man aufs Wetter schauen. Ist es extrem kalt draussen und man giesst die Pflanze ständig, friert sie ein und nimmt kein Wasser mehr auf. Die Konsequenz: sie vertrocknet. Deshalb sollte man lieber weniger Wasser geben und die Pflanze etwas «vergessen». Weniger ist hier mehr.

Kann man gefrorene Pflanzen noch retten?

Das kommt darauf an, wie stark sie eingefroren sind. Sind die Wurzeln noch intakt, sollte die Pflanze im nächsten Jahr wiederkommen. Sind aber frostempfindliche Pflanzen wie Basilikum erstmal gefroren, sind sie nicht mehr zu retten.


Nicht nur Balkonpflanzen brauchen im Winter spezielle Pflege, sondern auch Zimmerpflanzen. Tipps wie man seine Pflanzen in der Wohnung trotz Heizungsluft am besten durch den Winter bringt, gibt es hier.

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