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SP verdrängt SVP: Winterthurer Stadtrat mit rot-grüner Mehrheit

Niederlage für die Winterthurer SVP: Josef Lisibach fliegt aus dem Stadtrat. Sein Sitz geht an SP-Kandidatin Christa Meier. Damit ist die zweitgrösste Stadt des Kantons Zürich wieder in rot-grüner Hand.

04.03.2018 / 20:42 / von: mle/sda
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Der Winterthurer Stadtrat. (Bild: RADIO TOP)

Der Winterthurer Stadtrat. (Bild: RADIO TOP)

Gute Stimmung an der Wahlfeier von der SP (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Gute Stimmung an der Wahlfeier von der SP (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Gute Stimmung an der Wahlfeier von der SP (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Gute Stimmung an der Wahlfeier von der SP (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Die Wahlfeier der SVP kam nie in Fahrt (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Die Wahlfeier der SVP kam nie in Fahrt (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

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Update: Am Donnerstag, 8. März 2018 gab die Stadtkanzlei Winterthur bekannt, dass die Wahlergebnisse falsch ausgezählt wurden. Die BDP bleibt somit im Parlament. 

Nach vier Jahren bürgerlicher Mehrheit rutscht die Winterthurer Stadtregierung wieder nach links: Josef Lisibach erreichte nur 12'413 Stimmen und landete somit auf dem achten Platz. Er wurde von Christa Meier links überholt. Sie holte 13'434 Stimmen.
Meier konnte damit jenen Sitz zurückerobern, den die SP vor vier Jahren an die SVP verloren hatte. Damals wurde Pearl Pedergnana von Josef Lisibach verdrängt. Die Wahl von Meier kam überraschend, weil alle bisherigen Stadträtinnen und Stadträte noch einmal antraten und keiner von ihnen gegenwärtig politisch angeschlagen war.


Hier geht es zum Stadtratswahl-Ticker mit Interviews, Meinungen und Emotionen.


Künzle muss in zweiten Wahlgang
Auch bei der Wahl fürs Stadtpräsidium lief es für die Bürgerlichen nicht wie geplant. Der bisherige Amtsinhaber Michael Künzle (CVP) muss sich einem zweiten Wahlgang stellen. Er erreichte mit 12'268 Stimmen das absolute Mehr von 13'513 Stimmen nicht.
Seine Konkurrentin: mit grosser Wahrscheinlichkeit die neue SP-Stadträtin Christa Meier. Die SP kann aber auch ein anderes gewähltes Stadtratsmitglied aufstellen. In Winterthur wird es am 15. April somit in jedem Fall zu einer Richtungswahl kommen.
Die meisten Stimmen holten allesamt Stadträte aus dem links-grünen Lager: Grösste Unterstützung erhielt Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP, 19'814 Stimmen), dicht gefolgt vom Grünen Jürg Altwegg (18'072 Stimmen). Den dritten Platz sicherte sich SP-Sozialvorsteher Nicolas Galladé mit 17'369 Stimmen.
Der beliebteste Bürgerliche war Stefan Fritschi (FDP, bisher) auf dem vierten Platz mit 16'277 Stimmen, erst danach folgen der bisherige Stadtpräsident Michael Künzle (CVP, 15'937 Stimmen) und die bisherige FDP-Stadträtin Barbara Günthard-Maier (14'683 Stimmen). Alles in allem ein unerfreuliches Ergebnis für die Bürgerlichen.
GLP-Gemeinderätin Annetta Steiner, die zugleich als Stadtpräsidentin kandidierte, brachte es auf 9148 Stimmen, Pirat Marc Wäckerlin auf 2392 Stimmen und der Parteilose Blerim Bunjaku auf 1886 Stimmen.
Linksrutsch auch im Parlament
Neben dem Stadtrat rutscht auch das Stadtparlament deutlich nach links: Die SP konnte drei Sitze dazugewinnen und stellt neu 18 Vertreter im 60-köpfigen Grossen Gemeinderat. Grosse Verliererin ist die SVP. Sie verliert drei Sitze und hat neu nur noch 10 Parlamentsmitglieder.
Neben der SP gewannen auch die FDP und die Grünen dazu. Die FDP holte sich einen zusätzlichen Sitz und ist neu mit acht Gemeinderäten vertreten. Die Grünen holten ebenfalls einen Sitz und stellen neu sechs Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

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