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Spital-Mitarbeiterin empfiehlt Müttern Züchtigungskurse

Eine Mitarbeiterin des Kantonsspitals Winterthur (KSW) hat offenbar versucht, junge Mütter für Kurse der umstrittenen Organisation «Childwise» anzuwerben. «Childwise» propagiert unter anderem die körperliche Züchtigung.

28.07.2018 / 11:40 / von: tvo
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Eine Mitarbeiterin des Kantonsspitals Winterthur empfiehlt umstrittene Erziehungsmethoden (Symbolbild: pixabay.com/cherylholt)

Eine Mitarbeiterin des Kantonsspitals Winterthur empfiehlt umstrittene Erziehungsmethoden (Symbolbild: pixabay.com/cherylholt)

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Bei einem Kurs für junge Mütter habe eine Mitarbeiterin des KSW versucht, Teilnehmerinnen für Kurse zu gewinnen, die auf den Lehren des amerikanischen Freikirchlerpaares Gary und Anne Marie Ezzo beruhen. Das schreibt der Landbote in der Ausgabe vom Samstag.

Die Ezzos sind bekannt dafür, dass sie bei ihren Erziehungsmethoden körperliche Gewalt und Vernachlässigung zulassen. Ihre Bücher gründen auf den Lehren des Alten Testaments. So soll es dort beispielsweise heissen, dass man Kinder problemlos 15 bis 20 Minuten schreien lassen könne. Auch solle man Kinder nicht nach Bedarf stillen, sondern nach einem vorgegebenen Rhythmus. Dem Paar wird häufig sektiererische Züge nachgesagt. Auch hätte eines der Bücher des Paares in den USA zu Fällen von Dehydrierung und Störungen in der Entwicklung bei Kleinkindern geführt. 

Die Website von «Childwise Schweiz» verrät zwar nichts über gewaltsame Erziehungsmethoden, empfiehlt jedoch diverse Bücher von Gary und Anne Marie Ezzo. Das Kantonsspital Winterthur distanziert sich von den Vorwürfen, wie die Verantwortlichen gegenüber der Zeitung «Der Landbote» betonen. Es mache grundsätzlich keine Werbung für Dritte, die Vorwürfe würden aber abgeklärt. 

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