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Stillstand bei Stefanini-Häusern hat ein Ende

Die Stefanini-Stiftung hat sich neu aufgestellt. Nun setzt sie bei ihrer Geldquelle an: den Immobilien. Die Terresta will die Häuser renovieren.

11.07.2019 / 06:53 / von: mma
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Die Wohnsiedlungen an der Burgstrasse in Wülflingen wäre ein Objekt, das bald renoviert werden könnte. (Bild: Screenshot/Google Maps)

Die Wohnsiedlungen an der Burgstrasse in Wülflingen wäre ein Objekt, das bald renoviert werden könnte. (Bild: Screenshot/Google Maps)

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Seit Bettina Stefanini die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte(SKKG) leitet, die ihr Vater Bruno einst ins Leben rief, ist vieles anders. In einer Medienmitteilung vom Donnerstag hat die Stiftung über die wichtigsten Schritte informiert.

Einerseits ging ein grosser Teil des Privatvermögens des Winterthurer Kunstsammlers Bruno Stefanini an die Stiftung, neben etlichen Kunstobjekten auch rund 300 Immobilien und Grundstücke. Stefaninis Privatliegenschaften waren zuvor auf verschiedene inaktive Gesellschaften verteilt worden. Diese wurden nun in einer Tochterfirma der Stiftung zusammengefasst. Wer die Immobilien bewirtschaften wird, ist auch klar: Die Terresta Immobilien und Verwaltungs AG, welche ebenfalls zur Stiftung gehört.

Wohnungen sanieren und Mieter halten

An der Spitze der Terresta sitzt Geschäftsführer und Architekt Renzo Fagetti. Seit einem Jahr bearbeitet er das Immobilien-Portfolio mit dem Auftrag, es strategisch weiterzuentwickeln. Zwar habe der Stiftungsrat noch nichts bewilligt, doch es scheint klar: der Stillstand bei den Stefanini-Häusern hat ein Ende. Geplant sei gemäss dem «Landboten», einen Grossteil der Winterthurer Liegenschaften etappenweise zu sanieren. Das sind rund 1800 Wohnungen in mehr als 300 Liegenschaften, oft schon gegen die 60 Jahre alt. 

Es gebe gemäss Fagetti drei «strategische Prototypen» von Immobilien. Die Wohnsiedlungen, welche grossflächig renoviert werden, die Altstadtliegenschaften, die sanft saniert werden sollen, und die Häuser, bei denen man den Abbruch prüfe.

Bisher wurde Wohnung um Wohnung saniert, vor allem bei Mieterwechsel. Dies ist nicht sonderlich effizient. Der Aufwand sei zu gross geworden und werde immer grösser, erläutert Fagetti gegenüber dem «Landboten». Die Mieteinnahmen flossen zuletzt hauptsächlich in den Immobilienunterhalt anstatt in die Kulturförderung.

Damit die Renovationen umgesetzt werden können, müssten die Mieter allenfalls für einige Monate umziehen. Man wolle keine Mieter wegschicken, sondern sie behalten, versichert Fagetti im Gespräch mit der Zeitung. Die Renovationen sollen umfassend, aber «sozialverträglich» vonstattengehen. So, dass der Mietzins leicht angehoben werden könne. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung dürfte die Erhöhung laut Fagetti zwischen 100 und 250 Franken ausmachen. Man wolle die Position, als grosser Privater günstigen Wohnraum anzubieten, so lange wie möglich beibehalten. Der Renovationsstart sei in frühestens zwei Jahren geplant.

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