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Studierende der ZHAW wehren sich gegen Disziplinarverfahren

Mit einer Online-Petition wehren sich Studenten der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften gegen zahlreiche Disziplinarverfahren. Diese wurden im Zusammenhang mit den virtuellen Abschlussprüfungen im Sommer eingeleitet.

24.10.2020 / 11:40 / von: lpe
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Studenten der ZHAW wehren sich gegen Disziplinarverfahren. (Symbolbild: Keystone/Alessandro Crinari)

Studenten der ZHAW wehren sich gegen Disziplinarverfahren. (Symbolbild: Keystone/Alessandro Crinari)

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Derzeit laufen an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) rund 150 Disziplinarverfahren. Hintergrund dieser Verfahren sind Abschlussprüfungen, die diesen Sommer aufgrund der Corona-Pandemie virtuell stattgefunden haben. Dabei soll im grossen Stil geschummelt worden sein.

Petitionäre kritisieren das Vorgehen der ZHAW

Die ZHAW wolle mit den Verfahren lediglich Härte demonstrieren kritisieren die Petitionäre laut dem «Landboten». Bereits 380 Studierende hätten die laufende Online-Petition unterschrieben. Darin wird gefordert, dass die ZHAW die Disziplinarverfahren einstellt. 

Es sei klar, dass durch die aussergewöhnliche Prüfungssituation viele der Studierenden mit den gleichen Unterlagen gearbeitet hätten und damit auch gleiche Prüfungsergebnisse erzielt hätten. Durch das Vorgehen stelle die ZHAW die Studierenden als Sündenböcke dar um ihre Härte zu demonstrieren. Dies sei laut den Petitionären ungerecht. Sie kritisieren zudem, dass die Betroffen bis dato nicht wissen, wie es weitergehe. 

Abraham Gilli, Sprecher der ZHAW, betont jedoch, dass Disziplinarverfahren nicht einfach aufgrund ähnlicher Resultate der Prüfungen eingeleitet werden, dafür brauche es einen begründeten Verdacht, für ein unzulässiges Verhalten. 

Über hundert Verfahren betreffen die «School of Management and Law»

109 der laufenden Verfahren betreffen die «School of Management and Law», eine Studentin gibt gegenüber dem «Landboten» sogar zu auch tatsächlich geschummelt zu haben. Sie habe die Prüfung mit einer Freundin gelöst. Damit sei sie aber nicht alleine, Prüfungsantworten wurden unteranderem auch im Klassenchat geteilt. Die Studentin erhielt jedoch nach dem Geständnis die Note eins.

Viele der Betroffenen gäben laut Abraham Gilli, die Unredlichkeiten von selbst zu. Bis jetzt seien von den laufenden Verfahren acht abgeschlossen.

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