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Todesdrohungen und Prügel in der Moschee

Über die An'Nur-Moschee in Winterthur kommen immer mehr Details ans Licht. Der Tagesanzeiger rekonstruiert die Razzia anhand eines beunruhigenden Polizeiprotokolls.

19.08.2017 / 11:12 / von: abl
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Die An'Nur-Moschee war immer wieder in den Negativschlagzeilen. (Bild: RADIO TOP/Sandro Peter)

Die An'Nur-Moschee war immer wieder in den Negativschlagzeilen. (Bild: RADIO TOP/Sandro Peter)

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Die An'Nur-Moschee war immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem, weil Ende Februar in Winterthur und Umgebung zehn Männer im Alter zwischen 17 und 53 Jahren aus dem Umfeld der An'Nur-Moschee verhaftet worden waren. 

Ihnen wurde vorgeworfen, am 22. November 2016 in der An'Nur-Moschee zwei Glaubensbrüder massiv geschlagen, misshandelt und eingeschlossen zu haben. Zudem sollen die mutmasslichen Täter ihre beiden Opfer sowie deren Familien auch mit dem Tod bedroht haben. 

Am 21.Oktober 2016 predigte ein neuer äthiopischer Imam, Anfang 20. Er rief dazu auf, Muslime, die nicht am gemeinsamen Gebet teilnehmen, zu töten und zu verbrennen. Aufnahmen mit dieser Drohung gelangten zu Kurt Pelda, einem Journalisten, und zur Polizei.

Es sind diese beiden jungen Männer, die in Kontakt mit dem Journalisten und der Polizei gestanden haben sollen, um diese über die Vorgänge in der Moschee und die radikalisierten Mitglieder zu informieren. Der Tagesanzeiger schildert die Szenen anhand des Polizeiprotokolls. 

Demzufolge hatte einer der beiden der Polizei mehrere Hilferufe per SMS geschickt, während sein Freund von den anderen Mitgliedern im Nebenzimmer verprügelt und bedroht worden war. Bis die Polizei schliesslich auftauchte, war auch er selbst angegriffen worden. 

Die beiden sagten aus, sie wären verprügelt, getreten und mit dem Tod bedroht worden. Ausserdem sei einer von ihnen gezwungen worden, eine 10-Franken-Note zu essen. 

Im Polizeiprotokoll steht, beide Männer wären völlig verängstigt gewesen, als die Polizei eintraf. «Persönlich habe ich in meiner Laufbahn als Polizistin noch nie so sehr eingeschüchterte und verängstigte Menschen gesehen.» stehe im Protokoll. Und weiter: «Die Gesichter der beiden Männer widerspiegelten pure Angst.»

Die An'Nur-Moschee ist inzwischen geschlossen.

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