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Trotz Corona-Krise: Sozialleistungen in Winterthur sind nicht angestiegen

Im ersten Corona-Jahr 2020 haben die Sozialhilfefälle in Winterthur nicht zugenommen – im Gegenteil: Die Sozialhilfeausgaben sind sogar um 2,1 Millionen Franken gesunken. Zwei Faktoren haben dies massgeblich beeinflusst.

17.09.2021 / 11:03 / von: lju/mma/mju
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Für das laufende Jahr rechnet die Stadt Winterthur mit einem moderaten Anstieg der Sozialhilfezahlen. (Archivbild: TOP-Medien)

Für das laufende Jahr rechnet die Stadt Winterthur mit einem moderaten Anstieg der Sozialhilfezahlen. (Archivbild: TOP-Medien)

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In Winterthur haben die Sozialhilfefälle im Corona-Jahr 2020 nicht zugenommen. Im Gegenteil: Die Stadt hat für die Sozialhilfe 118 Millionen Franken ausgegeben – das sind 2,1 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung hervor. In den Kosten enthalten sind die Leistungen der Sozialhilfe (58,9 Millionen Franken) und die Zusatzleistungen zur AHV/IV (52,9 Millionen Franken).

Aufgrund der Pandemie und der entsprechend schwierigen Wirtschaftslage wurde eine Zunahme der Sozialhilfefälle und -kosten erwartet. Dieses Szenario traf nicht ein: Die Netto-Sozialhilfekosten sanken zum zweiten Mal in Folge, die Sozialhilfequote blieb konstant.

Der zuständige Witnerthurer Stadtrat, Nicolas Galladé, erklärt gegenüber RADIO TOP die Gründe:

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Das führen die Verantwortlichen zum einen auf die Corona-Unterstützungsmassnahmen von Bund und Kanton zurück. Dazu gehören beispielsweise die Kurzarbeitsentschädigung und die Verlängerung der Arbeitslosenleistungen, die viele finanzielle Risiken abgedeckt und den Anstieg der Sozialhilfezahlen zumindest vorläufig verhindert haben.

Intensive sozialarbeiterische Betreuung hat positiven Einfluss

Eine weitere Ursache für die gesunkenen Ausgaben ist die intensivere Betreuung der Klientinnen und Klienten durch Sozialarbeitende. Dadurch konnten Einnahmen wie Alimente oder Sozialversicherungen gesteigert werden. Ebenfalls haben trotz der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt mehr als ein Drittel der Sozialhilfebezieherinnen und -bezieher eine Arbeitsstelle gefunden.

Für das laufende Jahr rechnet die Stadt Winterthur mit einem moderaten Anstieg der Sozialhilfezahlen. Die weitere Entwicklung werde laut Mitteilung auch von der weiteren Ausgestaltung der Corona-Unterstützungsmassnahmen beeinflusst.

TELE TOP hat nachgefragt, wie sich die Anzahl der Sozialhilfefälle nach der Pandemie entwickeln wird:

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