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Viele Gastrobetriebe bleiben am Aktionstag «Wir machen auf» zu

Über 300 Gewerbetreibende vorwiegend aus der Deutschschweiz haben sich am Montag unter dem Motto «Wir machen auf» gegen die Corona-Massnahmen gestellt. Sie folgten dem Aufruf einer anonymen Gruppe und öffneten trotz Verbots ihre Geschäfte und Restaurants. In der Ostschweiz und im Kanton Zürich merkte man allerdings wenig davon.

11.01.2021 / 19:31 / von: sda/mma/lpe/cob
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Geschlossene Gastrobetriebe: Dieses Bild war auch am Aktionstag «Wir machen auf» keine Seltenheit. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Geschlossene Gastrobetriebe: Dieses Bild war auch am Aktionstag «Wir machen auf» keine Seltenheit. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Auf einer Webseite war ersichtlich, dass der Aufruf in den verschiedensten Branchen befolgt wurde, von Automobil bis Tattoo sowie in gegen 80 Restaurants. In Aarau beispielsweise machten 19 Betriebe mit, in Bern 27, in Basel 13, in Genf 5 und in Zürich 25. In manchen Ortschaften öffnete auch jeweils nur ein einziger Betrieb.

Die länderübergreifende Initiative «Wir-machen-auf» agiert anonym. Kommuniziert wird via Webseite und Kurznachrichtendienst Telegram. Die Idee stammt von Querdenkern aus Deutschland. Es gibt mittlerweile Ableger in Polen, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Aktion findet wenig Anklang im TOP-Land

Auf grossen Anklang stiess die Aktion in der Ostschweiz und im Kanton Zürich allerdings nicht. Die Aktion ist gegen das Gesetz und wird von Gastro Suisse wie auch der Gewerkschaft Unia scharf kritisiert. Serge Gnos, Kommunikationsleiter der Unia, spricht von einer Zwickmühle für die Angestellten: Sollen sie dem Chef folge leisten und eine Busse riskieren oder gesetzestreu sein und den Chef verärgern.

Wie Serge Gnos von der Unia auf die Aktion reagiert – im Beitrag von RADIO TOP:

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Auch Thomas Wolf, Präsident Gastro Winterthur, hält diese Aktion für wenig zielführend: «Ich kann den Frust der Wirte verstehen, mir geht es ja genau so, doch diese Aktion ist kontraproduktiv.» Nicht alle Ostschweizer Gastronomen teilen allerdings diese Meinung.

Eine von ihnen ist Wirtin Salome aus Rheineck im Kanton St.Gallen. Sie empfieng in ihrer Weinbar nach drei Wochen wieder Gäste. Bis auf Rheineck blieb es in der Ostschweiz aber meist ruhig. Bei den Polizeistationen gingen keine Meldungen ein. Ob bei Patrouillen etwas aufgefallen ist, war vor Redaktionsschluss nicht bekannt.

Wie Wirt Wolf, Wirtin Salome und die Kantonspolizei Thurgau den Tag erleben, erfahren Sie im Beitrag von TELE TOP:

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