Pull down to refresh...
zurück

Wenige Brände und illegales Feuerwerk: Die Polizeieinsätze rund um den 1. August

Das Wochenende zum Nationalfeiertag ist in den meisten Kantonen im TOP-Land ruhig verlaufen. Einzig im Kanton St.Gallen hat die Polizei viele Einsätze verzeichnet. Die Bevölkerung hat sich gut an die Feuer- und Feuerwerkverbote gehalten, sagen alle Polizeien.

02.08.2022 / 11:25 / von: ame
Seite drucken Kommentare
0
Im Kanton St.Gallen musste die Polizei am Wochenende am häufigsten ausrücken. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

Im Kanton St.Gallen musste die Polizei am Wochenende am häufigsten ausrücken. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

In den Kantonen Zürich, Thurgau und St.Gallen gilt wegen der anhaltenden Trockenheit ein Feuerverbot im Wald und rund um Wälder. Das galt auch für das Feuerwerk am 1. August. Einige Gemeinden in allen Kantonen haben zudem solche Verbote für ihr gesamtes Gebiet erlassen. Trotzdem gab es in den meisten Kantonen kaum Polizeieinsätze wegen illegaler Feuer oder Feuerwerke am vergangenen Wochenende und am Nationalfeiertag.

Die Kantonspolizei Zürich musste kaum wegen illegalem Feuerwerk und Feuern ausrücken, bestätigte die Kapo auf Anfrage. Die Bevölkerung habe sich gut an die Feuer- und Feuerwerksverbote gehalten. Unabhängig von den Nationalfeierlichkeiten gab es am Montag ein paar Einsätze: Am Flughafen Zürich sind zwei mutmassliche Drogenkuriere mit je rund drei Kilo Kokain erwischt worden. In Winterthur ist ein Mann während einer Auseinandersetzung mit einem Messer mittelschwer verletzt worden. In Adliswil hat sich ein Töfffahrer bei einem Zusammenstoss mit einem entgegenkommenden Auto schwer verletzt. Der 43-Jährige ist in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Am Samstag ist ein Kranführer bei einem Arbeitsunfall so schwer verletzt worden, dass er auf der Unfallstelle verstorben ist.

Die Stadtpolizei Zürich wurde bei der Kontrolle einer illegalen Party beim Oberen Letten angegriffen. Partygäste haben die Einsatzkäfte mit Gegenständen beworfen.

Ausreisser St.Gallen

340 Einsätze hat die Kantonspolizei St.Gallen über das Wochenende und am 1. August geleistet. Mit 230 Anrufen am häufigsten gerufen wurden die Polizistinnen und Polizisten, weil jemand eine verdächtige Feststellung gemacht hatte, Menschen Hilfe brauchten oder wegen Streits und psychischen Ausnahmesituationen.

Wegen des Feuer- und Feuerwerksverbots rund um Wälder musste die St.Galler Kapo rund 40 Mal Kontrollen durchführen. Beispielsweise weil Teenager an Waldrändern Böller abliessen oder ein Busch, eine Wiese oder ein Holztisch in Brand geraten ist – die Brände wurden von der jeweiligen Ortsfeuerwehr gelöscht. Viele Anrufe im Zusammenhang mit Verstössen gegen das Feuerverbot sind falsch gewesen. Offenbar hätten viele Anrufende Mühe damit bekundet, die geltenden Verbote richtig zu interpretieren, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen. Die Polizei zieht ein positives Fazit, die meisten St.Gallerinnen und St.Galler hätten sich vorbildlich an die Verbote gehalten.

Weitere Einsätze gab es wegen rund 50 Ruhestörungen und fast 20 Einbrüchen.

Keine grösseren Zwischenfälle im Thurgau

Anders als in St.Gallen sehen die Meldungen der Kantonspolizei Thurgau aus. Während der Feierlichkeiten zum 1. August wurde die Kapo nur wegen 17 Fällen von illegalem Feuerwerk oder Bränden gerufen. Bei den zehn Meldungen zu illegalem Feuerwerk hätten die Einsatzkräfte jeweils keine Personen mehr feststellen können, schreibt die Thurgauer Kapo in einer Mitteilung. Bei allen sieben Meldungen wegen Bränden handelte es sich um 1. August-Funken, keine Feuer.

Einem 32-Jährigen nahmen die Polizistinnen und Polizisten kurz vor 4 Uhr in Müllheim den Fahrausweis ab, weil eine Atemalkoholprobe bei ihm 0,81 mg/l (rund 1,6 Promille) ergeben hatte.

In Kreuzlingen hat am Samstagmorgen ein Auto gebrannt. Es entstand Sachschaden, die 60-jährige Lenkerin konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen. Gebrannt hat es auch am Sonntag in einem Mehrfamilienhaus in Amriswil. Die 41-jährige Bewohnerin der betroffenen Wohnung musste wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden. Eine weitere Bewohnerin des Hauses wurde leicht verletzt. Alle anderen Personen im Haus konnten sich in Sicherheit bringen. Die Brandursache ist noch unklar.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare