Pull down to refresh...
zurück

Winterthur kämpft mit Abgängen von Industrieunternehmen

Es ist bereits die dritte Industriefirma, die in Winterthur Stellen abbaut. Nach Zimmer Biomet und Rieter zieht auch der Schiffsmotorbauer Wärtsilä aus Winterthur weg. Was bedeuten die Wegzüge für die Stadt Winterthur?

17.02.2020 / 13:32 / von: mco
Seite drucken Kommentare
2
Zusammen streichen Rieter, Zimmer Biomet und Wärtsilä rund 350 Stellen in Winterthur. (Bildcollage: RADIO TOP / KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN / Google Maps / wikipedia.com/Wde-kkr006 unter CC BY-SA 3.0)

Zusammen streichen Rieter, Zimmer Biomet und Wärtsilä rund 350 Stellen in Winterthur. (Bildcollage: RADIO TOP / KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN / Google Maps / wikipedia.com/Wde-kkr006 unter CC BY-SA 3.0)

2
Schreiben Sie einen Kommentar

Die Beweggründe für den Wegzug aus Winterthur sind unterschiedlich. Für Rieter ist es günstiger im Ausland zu produzieren. Zimmer Biomet profitiert von Steuervergünstigungen in Zug. Wärtsilä zieht ins nahe Frauenfeld, weil es für das Unternehmen attraktiver sei, wie der CEO des Schweizer Geschäfts von Wärtsilä, Ole Pyndt Hansen gegenüber dem «Landboten» berichtet.

Für Martin Spieler, Wirtschaftsexperte bei RADIO TOP bringt der Wegzug der Industrieunternehmen drei Probleme mit sich: 

audio


Die Stadt Winterthur nimmt dadurch weniger Steuern ein. Sie verliert Arbeitsplätze und es hat aus seiner Sicht auch psychologische Folgen. Es sei ein negatives Zeichen für Winterthur, wenn in so kurzer Zeit drei grosse und bedeutende Firmen den Standort Winterthur verlassen, meint Spieler gegenüber RADIO TOP. Für potentielle neue Firmen sei es zudem kein gutes Signal.

Ein weiteres Problem spricht Wirtschaftshistoriker Adrian Knoepfli an. Von dem Wegzug grösserer Firmen seien die kleinen Zulieferer betroffen. Ihnen fallen Aufträge weg.

Stadtpräsident Michael Künzle zeigt sich in einem Bericht des «Landboten» wenig erfreut über den Wegzug des finnischen Schiffsmotorenbauer Wärtsilä. Jedoch relativiert er den Verlust. Winterthur zähle 73‘000 Beschäftigte, dazu müsse man die Stellen, die verloren gegangen sind ins Verhältnis setzen. Dass drei Firmen in Winterthur in kurzer Zeit Stellen abbauen, sieht Künzle als eine Häufung von Einzelfällen.

Beitrag erfassen

Mathias H.
am 21.02.2020 um 02:01
Unnötige Panikmache, hat man schon wieder vergessen das vor ein paar Wochen grosse Firmen angekündigt haben nach Winterthur zu ziehen?!
Industriearbeiter Alex
am 17.02.2020 um 20:51
Die Stadt Winterthur freut‘s, so findet man mehr Platz für bezahlbare Wohnungen und ein Kulturpark mit grünen Pflanzen. Oder ein Velo Park, damit all die Arbeiter sich über das Fahrrad austauschen können.