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Winterthur kann Haushalte zu klimaneutraler Energieversorgung zwingen

Bis 2040 will die Stadt Winterthur das Netto-Null-Klimaziel umsetzen. Dies soll durch einen neuen Energieplan möglich gemacht werden. Der Stadtrat hat diesen nun in die Revision geschickt.

30.06.2022 / 13:24 / von: evo/cfi/pwa/yho
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In den hellroten Gebieten sollen in den nächsten Jahren thermischen Netze entstehen. (Grafik: Stadt Winterthur)

In den hellroten Gebieten sollen in den nächsten Jahren thermischen Netze entstehen. (Grafik: Stadt Winterthur)

Die Stadt Winterthur will mit dem neuen Energieplan das Ergebnis der Abstimmung umsetzen. (Symbolbild: TOP-Medien/Marija Lepir)

Die Stadt Winterthur will mit dem neuen Energieplan das Ergebnis der Abstimmung umsetzen. (Symbolbild: TOP-Medien/Marija Lepir)

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Die Stadt Winterthur schickt ihren Energieplan in die Revision. Der aktuelle Energieplan stammt aus dem Jahr 2011. Seitdem hat sich auf dem energiepolitischen Parkett viel getan, unter anderem hat das Stimmvolk beschlossen, dass das Netto-Null-Klimaziel bis 2040 umgesetzt werden soll.

Wie die Wärmenetze ausgebaut werden, hat RADIO TOP vom Stadtrat erfahren:

audio

Mit Quartierwärmeverbunden und Erdwärme zum Netto-Null-Ziel

In einer Mitteilung macht die Stadt nun deutlich, dass sie für die Erreichung dieses Ziels den Energieplan für die Wärmeversorgung aktualisieren will. Der neue Energieplan sei ein wichtiges Planungsinstrument für Bauwillige, Wärmebezügerinnen und -bezüger sowie Netzbetreiberinnen und -betreiber. Dies bedeute konkret, dass bei einem Heizungsersatz eine alte Öl- oder Gasheizung nicht mehr durch ein fossiles Heizsystem ersetzt werden dürfe. 

Vielmehr müsse die alte Infrastruktur durch eine umweltfreundliche Lösung ersetzt werden. Die Stadt habe zehn neue Quartierwärmeverbunde in Planung, beispielsweise im Neuwiesenquartier oder in Wülflingen. Am Brüelberg, Heiligberg oder in Oberseen setze die Stadt auf Erdwärme, führt der Landbote aus.

TELE TOP hat Stadtrat Stefan Fritschi zur neuen Energiestrategie der Stadt Winterthur befragt:

video

Stadt könnte zur Not Anschlüsse erzwingen

Sowohl das Fernwärmenetz als auch Quartierwärmeverbunde seien kostenintensiv in Aufbau, Betrieb und Unterhalt. Um die wirtschaftliche Rentabilität der klimafreundlichen Wärmeversorgung zu garantieren, müsse eine hohe Dichte an Abnehmerinnen und Abnehmern vorhanden sein. Ein Anschluss an ein Wärmenetz werde dann vollzogen, wenn eine Liegenschaft gemäss Energieplan im entsprechenden Gebiet liege, das notwendige Netz in Betrieb sei und der Heizungsersatz anstehe. Die Stadt könnte zur Not also Anschlüsse erzwingen. Der Stadtrat betont, er werde die gegebenen Durchsetzungsmöglichkeiten aber in der Praxis wie bisher zurückhaltend anwenden.

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gegen linke zwängerei
am 01.07.2022 um 06:47
Und bezahlen darf dann der Mieter?Danke für gar nichts. Typisch Links-Grün.