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Winterthur: Mann vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen

Er soll ein 5-jähriges Mädchen mehrfach sexuelle genötigt haben. Nun wurde der Betreuer eines privaten Kindergartens in Winterthur vom Bezirksgericht freigesprochen.

19.11.2020 / 19:54 / von: asl
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Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur ist noch nicht rechtskräftig. (Screenshot: TELE TOP)

Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur ist noch nicht rechtskräftig. (Screenshot: TELE TOP)

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Das Bezirksgericht Winterthur hat einen Mann freigesprochen, dem sexuelle Nötigung einer Minderjährigen vorgeworfen wurde. Dem Mann wurde vorgeworfen, 2019 im Kindergarten einer Winterthurer Privatschule ein 5-jähriges Mädchen mehrmals sexuell genötigt zu haben. Der Beschuldigte war dort als Betreuer tätig. Beim ersten Vorfall soll er sich zusammen mit dem Mädchen im Fitnessraum eingeschlossen und sich dann entblösst und an sich rumgespielt haben. Das Gleiche soll er vom Mädchen verlangt haben. Die Mutter der 5-Jährigen habe dies durch Zufall von ihrer Tochter erfahren. Als sie nachfragte, berichtete das Kind von zwei weiteren Vorfällen. Der Name, welcher das Mädchen nannte, kam zwar nicht auf der Mitarbeiterliste vor, der des beschuldigten Betreuers, klingt aber ähnlich. Die Eltern haben daraufhin dem Kind Fotos der Mitarbeiter gezeigt. Sie entschieden sich dann für eine Anzeige. Die Staatsanwaltschaft forderte eine bedingte Gefängnisstrafe und ein lebenslängliches Berufsverbot. Die Eltern forderten 10'000 Franken Genugtuung.

Wie der «Landbote» berichtet wurde der Beschuldigte vom Bezirksgericht jetzt aber von den Vorwürfen freigesprochen. Vom Gericht gibt es vor allem Kritik zum Vorgehen der Kantonspolizei Zürich. Diese soll dem Mädchen Fragen gestellt haben, die zu suggestiv waren. Zudem gab das Kind an, einer der Vorfälle sei an einem Dienstag passiert sei. Der verdächtigte Betreuer soll aber an diesem Tag gar nicht gearbeitet haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Kantonspolizei hat noch keine Stellung dazu genommen. Sie wollen erst ein schriftliches Urteil abwarten.

Der Freispruch kam bei den Eltern des Kindes nicht gut an. Wie der «Landbote» berichtet, stürmte der Vater nach der Urteilsverkündigung aus dem Gerichtssaal.

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