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Winterthur stimmt Millionenprojekt «Querung Grüze» zu

Die Winterthurer Stimmbevölkerung hat heute an der Urne entschieden, ob am Bahnhof Grüze eine neue Brücke für 60 Millionen Franken gebaut werden soll. 61 Prozent stimmten dafür. Das Projekt soll vor allem das ÖV-Netz entlasten.

29.11.2020 / 14:37 / von: abl
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So könnte die neue «Querung Grüze» dereinst aussehen. (Bild: Stadt Winterthur)

So könnte die neue «Querung Grüze» dereinst aussehen. (Bild: Stadt Winterthur)

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Die Winterthurer Stimmbevölkerung hat dem Projekt «Querung Grüze» zugestimmt. Gut 61 Prozent legten ein Ja in die Urne.

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Ausgangslage & Vorlage:

Über die Gleise des Bahnhofs Grüze soll eine Brücke für den Bus gebaut werden. Die Brücke führt von der St.Gallerstrasse über die Gleise zum Knoten Talacker­strasse/Sulzerallee. Die Länge beträgt inklusive der Rampen rund 390 Meter, der Brückenplatz wird über 20 Meter breit. Die Querung Grüze kann auch von Velofahrenden benutzt werden, ist aber aufgrund der Linienführung sowie der langen und steilen Rampen dafür wenig attraktiv. Deshalb ist eine separate Velounterführung geplant, die unabhängig von der Querung Grüze realisiert wird. Für die Querung Grüze wird ein Kredit von 59,4 Millionen Franken benötigt. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton werden für die Stadt Winterthur Kosten von rund fünf Millionen Franken entstehen. Der Bau der «Querung Grüze» wird etwa drei Jahre in Anspruch nehmen, die Inbetriebnahme könnte 2025 erfolgen.

Pro-Argumente: Das Gebiet Neuhegi-Grüze ist das grösste Entwicklungsgebiet der Stadt Winterthur. Gemäss Zukunftsbild im städtischem Gesamtverkehrskonzept wird Neuhegi-Grüze im Jahr 2030 ein dicht und gemischt genutztes Zentrum mit vielfältigen urbanen Funktionen sein. Zentrale Voraussetzung für die geplante Entwicklung ist ein leistungsfähiges Verkehrssystem, das alle Verkehrsträger berücksichtigt. Die SBB will am Bahnhof Grüze bis ins Jahr 2050 ein mit dem Hauptbahnhof Winterthur vergleichbares S-Bahn-Angebot bieten. Bisher ist der Bahnhof Grüze aber nicht mit dem Busnetz verknüpft. Die Querung Grüze ist laut dem Stadtrat imposant und elegant, es setzt einen starken architektonischen Akzent. Die Kosten werden mehrheitlich von Bund und Kanton getragen.

Contra-Argumente: Die SVP-Fraktion hat Vorbehalte gegen die Querung Grüze. Sie wirft der Stadt vor, den ÖV und den Veloverkehr einseitig zu bevorzugen, weil die Brücke für Autos nicht befahrbar ist. Ausserdem moniert die SVP, dass die Kosten nicht so tief sind, wie von der Stadt ausgewiesen – denn auch bei den Kantons- und Bundesgeldern handle es sich letztlich um Steuergelder von Winterthurerinnen und Winterthurern. Gegen das Projekt sind auch die Betreiber der Maag Recycling AG. Sie argumentieren, dass durch die Brücke ihr Verlad von Lastwagen auf Zugwaggons praktisch unmöglich wird, deshalb müssten sie bei einem Ja allenfalls den Standort Winterthur verlassen. Auch Pünten-Besitzer wehren sich, denn rund 50 Pünten am Talacker würden durch den Brückenbau verschwinden.

Ja-Parole: Stadtrat, FDP, CVP, SP, Grüne, AL, GLP

Nein-Parole: SVP, Maag Recycling, Pünten-Besitzer

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Rene Urscheler
am 01.12.2020 um 11:53
HA HA 2050 DANN FLIEGEN WIR MIT DEN AUTOS IN DER LUFT HERUM .