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Winterthurer Mieter können sich gegen Radonbelastung wehren

In Winterthur wird offenbar zu wenig gegen Radongas unternommen. In der Stadt sind deutlich mehr Häuser belastet als in den umliegenden Gemeinden. Dennoch kümmert sich die Mehrheit der Vermieter nicht um Gebäudesanierungen.

07.10.2019 / 11:20 / von: mco/psc
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In Winterthur besteht ein mittleres Risiko zur Überschreitung des Radonreferenzwertes von 300 Bq/m3. (Screenshot: bag.admin.ch)

In Winterthur besteht ein mittleres Risiko zur Überschreitung des Radonreferenzwertes von 300 Bq/m3. (Screenshot: bag.admin.ch)

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Radon ist ein Gas, das natürlich im Boden vorkommt. Bei einer zu hohen Konzentration ist es krebserregend. Aus diesem Grund müssen vor allem Keller abgedichtet werden, damit das Gas nicht in die Häuser gelangt.

In Winterthur sind laut dem «Landboten» rund zehn Prozent der Häuser radonbelastet. Für Schulhäuser gelten besonders strenge Regeln, auch deshalb galten bis vor kurzem noch 30 Prozent der Schulhäuser als radonbelastet. Mittlerweile hat die Stadt reagiert und alle Schulhäuser saniert. Zudem macht sie neue Messungen, um die Radonwerte zu kontrollieren.

Anders sieht es bei privaten Immobilienbesitzern aus. Diese sind vom Kanton nicht zu Radonmessungen verpflichtet. Mehrere Winterthurer Immobilienfirmen sagen denn auch, dass die Radonwerte nicht hoch priorisiert würden, obwohl in Winterthur ein mittleres Radonrisiko besteht (siehe Karte).

«Hat ein Mieter den Verdacht, dass der Grenzwert überschritten ist, kann er selber aktiv werden und Messungen vornehmen», sagt Carmen Wettstein, Präsidentin des Mieterverbandes Zürich. «Sobald eine Überschreitung festgestellt wurde, muss der Vermieter handeln.»

Wie sich Mieter genau gegen die Radonbelastung wehren können, erklärt Carmen Wettstein im RADIO TOP Interview. 

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Auf der Radonkarte (Bundesamt für Gesundheit BAG) sind die Wahrscheinlichkeiten einer Überschreitung des Radonreferenzwertes von 300 Bq/m3 in Gebäuden sowie ein Vertrauensindex angegeben:

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