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Winterthurer Polizist handelt in der Freizeit mit Autonummern

In der Freizeit übte ein Winterthurer Stadtpolizist eine illegale Tätigkeit aus: Er handelte mit Autonummern, wobei er sich Daten vom Arbeitsplatz zu Nutzen machte.

18.09.2018 / 12:28 / von: vsu
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Ein Winterthurer Stadtpolizist hat in seiner Freizeit illegal Daten von der Arbeit genutzt, um Autonummern gewinnbringend zu verkaufen. (Bild: Stadtpolizei Winterthur)

Ein Winterthurer Stadtpolizist hat in seiner Freizeit illegal Daten von der Arbeit genutzt, um Autonummern gewinnbringend zu verkaufen. (Bild: Stadtpolizei Winterthur)

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Wenn wieder eine Autonummer mit tiefer Zahl zur Versteigerung angeboten wird, werden die Behörden mit Kaufgeboten überrannt. Die begehrten Nummern werden teils zu sehr hohen Preisen gekauft und stolz ans Auto befestigt. Dieses Begehren machte sich ein Winterthurer Stadtpolizist zu Nutze, berichtet die «NZZ». Der 30-Jährige habe innerhalb von 15 Monaten Halter von speziellen Nummern aus dem Kanton Thurgau kontaktiert und ihnen die Autonummern abgekauft. Danach hat er diese gewinnbringend weiter verkauft. 

Der Polizist soll dabei seit Herbst 2016 neun Käufer gefunden haben, darunter nicht nur private Abnehmer: Auch eine Firma ist dabei. Doch sein Tun flog auf und die Winterthurer Stadtpolizei hat gegen den Mann eine Strafanzeige eingereicht. Nicht, weil er die Autonummern im Thurgau veräussert hat – das ist nicht verboten. Er hat die Daten der Nummernhalter von seinem Arbeitsplatz her beschafft, indem er auf interne polizeiliche Informationssysteme zurückgegriffen hat. Dieser Zugriff ist allerdings nur für dienstliche Zwecke gedacht. 

Die Staatsanwaltschaft hat den 30-Jährigen zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 120 Franken sowie einer Busse von 600 Franken wegen Amtsmissbrauch verurteilt. Zudem ist er nun zwei Jahre auf Probezeit gesetzt und hat einen Eintrag im Strafregister erhalten. Wie der Sprecher der Winterthurer Stadtpolizei, Michael Wirz, gegenüber der «NZZ» sagt, sei auch ein Disziplinarverfahren eröffnet worden, welches aber noch nicht abgeschlossen wurde. Der 30-jährige Stadtpolizist ist daher weiterhin als Polizist tätig.

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