Pull down to refresh...
zurück

Winterthurer Stadthausstrasse wird im Herbst autofrei

Die Stadt Winterthur kann die Stadthausstrasse nun doch noch autofrei machen. Das Verwaltungsgericht hat mehrere Rekurse gegen diese Beruhigungsmassnahme abgewiesen. Die Kläger kritisierten vor allem, dass Veloparkplätze verlegt werden sollen.

24.05.2022 / 08:13 / von: ame/sda
Seite drucken Kommentare
2
Bei Pendlerinnen und Pendlern beliebt, aber wegen des Busverkehrs gefährlich: Die Veloabstellplätze an der Winterthurer Stadthausstrasse. Sie kommen jetzt weg. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Bei Pendlerinnen und Pendlern beliebt, aber wegen des Busverkehrs gefährlich: Die Veloabstellplätze an der Winterthurer Stadthausstrasse. Sie kommen jetzt weg. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

2
Schreiben Sie einen Kommentar

Im Sommer 2019 hatte das Winterthurer Stadtparlament entschieden, die Stadthausstrasse vom Durchgangsverkehr zu befreien. Bald darauf publizierte der Stadtrat die entsprechende Verkehrsanordnung. Seither wird um die Stadthausstrasse gestritten, zuerst beim Statthalteramt, nun auch noch vor Verwaltungsgericht. Das Gericht hat am Montag gegen die Rekurse entschieden, die Pläne der Stadt dürfen nun umgesetzt werden.

Die Rekurrenten, zwei Verbände sowie zwei Privatpersonen, stören sich nicht wie sonst in diesen Fällen üblich am geplanten Auto-Verbot, sondern an der Verschiebung von Veloabstellplätzen.

Noch dieses Jahr wird die Verkehrsberuhigung auf Stadthausstrasse umgesetzt, schreibt die Stadt Winterthur am Dienstagmorgen in einer Mitteilung. Bis zu den Herbstferien soll Tempo 30 eingeführt sowie das Fahrverbot mit den Ausnahmen signalisiert und die Veloparkplätze angepasst werden. 2023 will die Stadt die Strasse sanieren. Vor allem eine Anpassung der Bushaltestellen auf die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes sei dringend nötig.

Immer wieder gefährliche Situationen

Unmittelbar beim Hauptbahnhof sollen rund 100 Plätze aufgehoben und auf umliegende, teilweise neue Abstellplätze und -anlagen verschoben werden, vor allem deshalb, weil es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Velofahrenden und Bussen kommt.

Wie aus dem kürzlich gefällten Urteil des Verwaltungsgerichtes hervorgeht, stören sich die klagende Privatpersonen daran, dass sie künftig auf dem Arbeitsweg mehr Zeit einberechnen müssten. Sie arbeiten in einem anderen Ort und fahren mit dem Velo jeweils an den Hauptbahnhof. Wird dort ein grosser Teil der Veloabstellplätze gestrichen, müssten sie ihr Velo woanders abstellen.

«Geringfügiger Zeitverlust»

Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts stellt dieser «geringfügige Zeitverlust» jedoch kein schutzwürdiges Anfechtungsinteresse dar. Die Zahl der Veloparkplätze werde ja nicht reduziert. Aus diesem Grund liess das Gericht die Kläger abblitzen.

Die Stadthausstrasse kann zwischen Hauptbahnhof und dem alten Stadthaus somit autofrei werden. Weiterziehen können die Klagenden das Urteil nicht mehr. Das Urteil ist rechtskräftig, wie es auf der Website des Gerichts heisst.

Beitrag erfassen

Alexander Schmid
am 25.05.2022 um 11:00
Wieder eine weitere Furz-Idee die umgesetzt wird der Link-Grünen Regierung in Winterthur. Ausser Geld verbraten wird das ganze nichts bringen. Winterthur stellt sich immer mehr ins Abseits und vergisst durch was die Stadt einmal so gross geworden ist wie sie jetzt ist.
Sascha
am 24.05.2022 um 19:13
Ob das der richtige Weg ist um die neuen teuren und leeren Velogaragen zu Füllen? Wo soll das noch hin führen?