Pull down to refresh...
zurück

Winterthurer Stadtrat lässt sich bei der Kultur nicht drängen

Ein grosses Kulturangebot allein reicht nicht, um als «Kulturstadt» wahrgenommen zu werden. Winterthurer Kulturschaffende forderten vom Stadtrat daher eine bessere Vermarktung. Dieser winkt ab. Das sei schon umgesetzt oder bringe mehr Bürokratie.

26.03.2020 / 11:45 / von: nst/sda/lny
Seite drucken Kommentare
3
Michael Künzle sagt das Anliegen sei aber grösstenteils schon erfüllt. (Bild: Archiv RADIO TOP)

Michael Künzle sagt das Anliegen sei aber grösstenteils schon erfüllt. (Bild: Archiv RADIO TOP)

3
Schreiben Sie einen Kommentar

Im September 2019 reichten Kulturschaffende beim Stadtrat eine Petition mit dem Titel «Kulturstadtplan jetzt» ein. Darin forderten rund 2200 Personen mehr Sichtbarkeit der Winterthurer Kultur und ein stärkeres Kulturbewusstsein innerhalb der Stadtverwaltung.

Stadtpräsident Michael Künzle (CVP), der für die Kultur zuständig ist, will sich davon aber nicht drängen lassen. Das Anliegen renne beim Stadtrat offene Türen ein, schreibt er in seiner Antwort vom Donnerstag. Das Anliegen sei aber grösstenteils schon erfüllt.

Als Beispiel nennt er die im vergangenen Jahr neu geschaffene Stelle für Kulturmarketing. Bei Stadtentwicklungs- und Bauprojekten wolle die Verwaltung zudem weiterhin situativ entscheiden, ob und in welcher Form die Kulturszene mit eingebunden werde.

Künzle zeigte zwar Verständnis für die Forderung einer internen «Verwaltungsgruppe Kultur». Er hält den Vorschlag jedoch für «zu wenig zielführend».

Eine solche Arbeitsgruppe vergrössere nicht nur unweigerlich den Verwaltungsapparat. Sie rufe auch bei anderen Anspruchsgruppen Begehrlichkeiten hervor, deren Erfüllung nicht realistisch sei. Die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung mit Fokus auf Kultur sei zudem bereits intensiviert worden.

Kulturschaffende nur teilweise zufrieden

Die unterzeichnenden Kulturschaffenden sind mit dieser Antwort nur teilweise zufrieden. Es stimme, dass eine Stelle für Kulturmarketing geschaffen wurde und sie hätten auch guten Kontakt zu Laura Bösiger, die die Stelle eingenommen habe, sagt Rolf Heusser, Präsident des Kinos Cameo. «Da sind wir sicher im Moment so zufrieden», sagt Heusser.

Er lässt aber nicht gelten, dass es zu aufwändig sei, eine Verwaltungsgruppe einzuführen. Es liessen sich relativ unbürokratisch Personen aus der Verwaltung bestimmen. «Damit würde die Kommunikation schneller und einfacher, da Kultur ein Querschnittsthema ist», führt Heusser aus. 

Wie die Kulturschaffenden auf die Antwort des Stadtrates reagieren, im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Beitrag erfassen

Nico
am 27.03.2020 um 16:17
Herr Urscheleres gibt hoffentlich auch ein Leben nach Corona.
Rene Urscheler
am 26.03.2020 um 14:23
HABEN ANDERE PROBLEME MOMENTAN ALS KULTUR MÖCHTE ICH MEINEN. GELD FÜR DIE GESUNDHEIT DER MENSCHEN AUSGEBEN.MEINE MEINUNG.
paul schmid
am 26.03.2020 um 12:55
schön herr stadtpräsidet künzle,auch ihr markenzeichen (bart) , nimmt wieder gestallt an ????????????. gruss p.s.