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Winterthurer Stadtrat will den Steuerfuss um sieben Prozent anheben

Ab 2021 sollen in Winterthur die Steuern um sieben Prozent angehoben werden. Der Stadtrat will den Steuerfuss auf 129 Prozent erhöhen. Trotz allgemeinem Anstieg zahlen die Unternehmen nächstes Jahr weniger Steuern.

02.10.2020 / 18:00 / von: sda/mco
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Stadtrat Kaspar Bopp (links) präsentiert das Budget für 2021. (Bild: RADIO TOP/Ruëtsch Menzi)

Stadtrat Kaspar Bopp (links) präsentiert das Budget für 2021. (Bild: RADIO TOP/Ruëtsch Menzi)

Der Winterthurer Finanzvorsteher Kaspar Bopp muss eine Steuererhöhung durchsetzen. (Screenshot: TELE TOP)

Der Winterthurer Finanzvorsteher Kaspar Bopp muss eine Steuererhöhung durchsetzen. (Screenshot: TELE TOP)

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Der Winterthurer Stadtrat legt das Budget 2021 vor und beantragt dem Stadtparlament eine Erhöhung des Steuerfusses von 122 auf 129 Prozent. Einem Abbau von freiwilligen Leistungen der Stadt erteilt der Stadtrat hingegen eine Absage. Ein substanzieller Abbau von Leistungen hätte einen massiven Einfluss auf die Attraktivität und die Lebensqualität der Stadt.

Mit der Steuererhöhung will der Stadtrat auf das prognostizierte strukturelle Defizit und negative Effekte aus der Covid-19-Pandemie reagieren, wie er am Freitag mitteilte. Die Winterthurer Unternehmen profitieren aufgrund der kantonalen Umsetzung der Unternehmenssteuerreform ab dem kommenden Jahr trotz Erhöhung des Steuerfusses von einer tieferen Steuerbelastung als bisher.

Budget 2021 mit leichtem Plus, mittelfristiger Ausgleich eingehalten 

Aufgrund der geplanten Steuerfusserhöhung und höheren Beiträgen aus dem Finanzausgleich werde für das Budget 2021 mit einem Gewinn von 11,4 Millionen Franken gerechnet, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Obwohl in den Planjahren 2022 bis 2024 mit Defiziten gerechnet werde, könne aber der mittelfristige Ausgleich eingehalten werden.

Beim Verwaltungsvermögen stehen 2021 Nettoinvestitionen von 190,4 Millionen Franken an. Die grössten geplanten Investitionsausgaben im steuerfinanzierten Haushalt betreffen das neue Polizeigebäude (25,4 Mio. Fr.) sowie Investitionen in Schulhäuser (33,4 Mio. Fr.).

RADIO TOP hat mit dem zuständigen Stadtrat Kaspar Bopp über die Erhöhung des Steuerfusses gesprochen:

audio

Harsche Reaktionen der Bürgerlichen

SVP und FDP kritisierten das Budget 2021 des Winterthurer Stadtrates in ihren Stellungnahmen. Für die SVP sind Budget und Steuererhöhung «schlicht eine Katastrophe», für die FDP die «logische Konsequenz links-grüner Politik». Auch die CVP/EDU-Fraktion im Gemeinderat kündigte an, die Steuerfusserhöhung bekämpfen zu wollen.

RADIO TOP hat bei Winterthurer Gemeinderäten nachgefragt:

audio

Die SP hingegen bezeichnete die Steuerfusserhöhung als «schmerzhaft», aber notwendig und ehrlich. Der Erhalt und die Weiterentwicklung einer attraktiven Stadt habe ein entsprechendes Preisschild.

Im Beitrag von TELE TOP sprechen Finanzvorsteher Kaspar Bopp sowie Thomas Wolf (SVP) und Reto Diener (Grüne) über die geplante Steuererhöhung:

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Alexander Schmid
am 20.10.2020 um 21:45
Da sagte doch einst ein Politiker. Ach macht nichts wenn die Grossfirmen die Stadt verlassen., wir haben noch genügend Arbeitsplätze.Ich frage mich (als selbst Angestellter in der Stadt Winterthur) wie realitätsfremd hier politisiert wird.Durch die ganzen Auflagen wie beispielsweise die Parkplatzbewirtschaftung welche die Stadt den Arbeitgeber vorgibt, ist Winterthur alles andere als aktraktiv.Aber wählt schön weiter Links/Grün und die Stadt wird euch Grün vergoldet inklusive einem schönen "Schnell"-Fahrradweg durch die Stadt. Bestimmt sind solche Spässchen kostenlos.
F. Mazza-Procacci
am 09.10.2020 um 14:31
Wir zahlen schon genug Steuern in dieser Stadt.Stimme Fr. M. Guerrini voll zu. Das stimmt mich bedenklich der Mittelstand stirbt aus aber eben Rot-Grün ist regiert. Leute bangen um ihren Arbeitsplatz und Stadt will die Steuern erhöhen wie sollen diese Leute das Bezahlen ??? Werde mir nächstes mal überlegen was für eine Partei ich wähle Rot grün sicher nicht mehr.
Monika Guerrini
am 08.10.2020 um 10:04
Die Diskussion um die Steuererhöhung von 7% ist unerträglich. Wie sollen das Menschen mit kleinem Einkommen bezahlen!!!!! Ist die Attraktivität der Stadt der neue Brotaufstrich????? Somit hätten die Kleinverdiener ja doch noch etwas zu essen. Wie Realitätsfremd Rot-Grün politisiert stimmt mich bedenklich. Aber eben mit einem Jahreseinkommen von ca. 200‘000Fr. lässt sich gut reden. Monika Guerrini
Daniel Blaser
am 06.10.2020 um 06:51
Die Stadt will die Steuern um 7% erhöhen, während dessen werden Arbeitnehmer in Kurzarbeit geschickt, oder verlieren ihren Job.Auch eine Möglichkeit den Konsum weiter abzuwürgen. Die Geschäfter in der Stadt werdens (noch mehr) zu spüren bekommen.Aber ja wählt nur weiter schön Linksgrün.
Monika Guerrini
am 03.10.2020 um 12:30
Es ist eine Frechheit was eine Steuererhöhung von 7% anzukündigen. Diese Erhöhung hat mit Covid 19 nicht‘s zu tun. Der Finanzvorsteher Bopp SP hat gut reden bei einem Jahreseinkommen von ca 200‘000.- Fr. Auch in Winterthur gibt es genügend Menschen die nicht viel verdienen. Lieber Stadtrat was sagen sie diesen Menschen? Eben die Attraktivität der Stadt hat seinen Preis!!!!! Diese Aussage zeugt von einer Arroganz die einer eher linksgeprägter Regierung nicht würdig ist!!!!!!!Monika Guerrini
Rene Urscheler
am 02.10.2020 um 16:22
SIND DIE 7% STEUERERHÖHUNG FÜR DIE VELOFAHRER UND kULTUR ???????