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Winterthurer Stadtrat will Quartierwärmeverbünde unterstützen

Quartierwärmeverbünde sind wichtig für die Erreichung der umwelt- und klimapolitischen Ziele der Stadt. Aktuell sind solche Verbünde allerdings nicht rentabel. Der Stadtrat Winterthur will nun solche Verbünde mit Steuergeldern unterstützen.

24.05.2019 / 14:43 / von: mma
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Stadtwerk Winterthur werde weiterhin beauftragt, Projekte für Quartierwärmeverbünde oder ökologisch gleichwertige Projekte zu entwickeln. (Bild: stadtwerk.winterthur.ch)

Stadtwerk Winterthur werde weiterhin beauftragt, Projekte für Quartierwärmeverbünde oder ökologisch gleichwertige Projekte zu entwickeln. (Bild: stadtwerk.winterthur.ch)

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Der Winterthurer Stadtrat will Quartierwärmeverbünde fördern. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können sie jedoch nicht in jedem Fall wirtschaftlich betrieben werden. Der Stadtrat hat deshalb alternative Finanzierungslösungen abklären lassen. Dies teilte er am Freitag mit.

Geprüft wurden fünf Finanzierungslösungen: über das Förderprogramm Energie Winterthur, direkte Finanzierung einzelner Projekte mit Steuergeldern, zweckgebundene Verwendung der Gewinne von Stadtwerk Winterthur, Eingliederung der Quartierwärmeverbünde in den Eigenwirtschaftsbetrieb Fernwärme mit Schaffung eines Einheitstarifs über alle Wärmenetze sowie die Finanzierung über Fördergelder des Bundes für CO2-Kompensationsprojekte.

Der Stadtrat betont, dass alle fünf Varianten eine Belastung für die Steuerzahler bedeuten. Nach Prüfung aller Vor- und Nachteile der einzelnen Finanzierungsvarianten erachte der Stadtrat die direkte Finanzierung aus Steuergeldern als beste Variante, weil sie am einfachsten umgesetzt werden könne.

Weiter heisst es in der Mitteilung, dass Stadtwerk Winterthur beauftragt werde, weiterhin Projekte für Quartierwärmeverbünde oder ökologisch gleichwertige Projekte zu entwickeln. Sofern diese nicht eigenwirtschaftlich betrieben werden können, werde geprüft, ob sie aus dem steuerfinanzierten Haushalt soweit unterstützt werden sollten, dass sie im Wärmemarkt konkurrenzfähig sind. Für die Finanzierung werden dem Parlament respektive dem Winterthurer Stimmvolk für jedes Projekt entsprechende Abstimmungsvorlagen unterbreitet.

Frist für Defizit-Projekte

Im Jahr 2016 hat der Stadtrat die Vorlagen für den Bau des Quartierwärmeverbunds Aquifer Neuwiesen nach sorgfältiger Überprüfung zurückgezogen. Insbesondere aufgrund der tiefen Heizölpreise beurteilte der Stadtrat die Chancen, Aquifer rentabel zu betreiben, als äusserst gering: Die Wärmepreise wären nicht konkurrenzfähig gewesen.

Das kantonale Finanzhaushaltsrecht sieht zudem eine Frist von nur fünf Jahren vor, um ein defizitäres Projekt oder Geschäftsfeld in die schwarzen Zahlen zu bringen. Für Langfrist-Projekte wie Quartierwärmeverbünde ist dies zu kurz.

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