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Winterthurer Stimmbevölkerung sagt Nein zur Traglufthalle

Das Platzproblem im Winterthurer Hallenbad Geiselweid bleibt bis auf Weiteres bestehen. Die Stimmberechtigten haben das Projekt Traglufthalle deutlich abgelehnt. Zustimmung gibt es für den Gestaltungsplan der Swica.

20.10.2019 / 15:12 / von: mma/sda
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Die Winterthurerinnen und Winterthurer lehnen die Traglufthalle deutlich ab. (Bild: Visualisierung Stadt Winterthur)

Die Winterthurerinnen und Winterthurer lehnen die Traglufthalle deutlich ab. (Bild: Visualisierung Stadt Winterthur)

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21'945 stimmten dagegen, nur 12'487 waren dafür. Die Stimmbeteiligung betrug vergleichsweise hohe 50,1 Prozent, was aber an den gleichzeitig stattfindenden nationalen Wahlen liegen dürfte.

Knackpunkt dieser aufblasbaren Hülle war vor allem der Energieverbrauch. Kritiker bezeichneten die Traglufthalle als «Energieschleuder», selbst wenn sie mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung betrieben werde. Es müsse mit Öl oder Gas dazu geheizt werden, weil die Fernwärme im Winter zu knapp sei. Anwohner bezeichneten das Projekt als hässlichen «Ballonwurm».

Wie Politiker auf den Volksentscheid reagieren – im Beitrag von TELE TOP:

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Stadtrat lehnte Projekt ab

Auch der Stadtrat lehnte die Traglufthalle ab. Einerseits wegen des Energieverbrauchs, andererseits wegen der Kosten von 2,3 Millionen Franken. Der Gemeinderat genehmigte das Projekt ganz knapp. Traglufthallen-Gegner ergriffen das Referendum gegen diesen Entscheid, weshalb die Vorlage vors Volk kam.

Das Platzproblem bleibt bis auf Weiteres also bestehen. Und auch der Traum von einem zweiten Hallenbad dürfte nicht Realität werden. Der Stadtrat stellte kurz vor der Abstimmung klar, dass sich Winterthur ein zweites Hallenbad nicht leisten könne.

Die Traglufthalle war bereits der zweite Versuch, im Winter mehr Schwimmbahnen zur Verfügung stellen zu können. Bereits im Jahr 2012 lehnte das Volk das «Cabrio-Dach» ab, vor allem, weil dieses auch im Sommer zu sehen gewesen wäre.

In anderen Städten sorgten Traglufthallen-Projekte für weniger Widerstand. Solche Schwimmbad-Ballondächer gibt es unter anderem bereits in Schaffhausen, Lugano und Chur.

Swica darf bauen

Die zweite Vorlage, über die die Winterthurerinnen und Winterthurer abstimmten, erhielt dafür grünes Licht. Die Krankenkasse Swica kann ihren neuen Hauptsitz in Winterthur bauen. Das Stimmvolk hat den Gestaltungsplan genehmigt. Dafür waren 19'408 Winterthurerinnen und Winterthurer, dagegen nur 13'828.

Die Stimmbeteiligung beträgt vergleichsweise hohe 49,8 Prozent, was wohl an den gleichzeitig stattfindenden nationalen Wahlen liegen dürfte.

Vors Volk kam der Gestaltungsplan, weil der Quartierverein Inneres Lind das Referendum gegen den «massigen Neubau» ergriffen hatte. Stadtrat und Gemeinderat hatten den Plänen beide mit grosser Mehrheit zugestimmt. Keine einzige Partei stellte sich hinter das Anliegen des Quartiervereins. Nur die SP beschloss Stimmfreigabe.

Bis anhin waren die rund 500 Swica-Angestellten auf mehrere Gebäude verteilt. Neu sollen sie in einem einzigen Bürohaus Platz finden. Der Neubau soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein.

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Amira
am 21.10.2019 um 02:19
Super ich bin froh das es keine gibt, sie sollen besser neben dem hallenbad geiselweid dort bei der grossen wiese bauen,dort könnten sie ein zweites grosses schwimmbecken bauen aber statt nur eine traglufthalle, einen richtigen betonbau der pararell mit dem hallenbad geiselweid verbunden ist. Die grosse wiese wird eh nur der vordere teil genutzt und das auch nur im sommer,sonst ist die wiese ja immer ungenutzt,wenn schon bauen dann richtig und nicht nur so eine traglufthalle die nur ein paar jahre hält aber ein betonkomplex haltet bestimmt 60 jahre...und dann gleich sonnenkolektoren auf dem dach,damit das hallenbad aus sonnenengie strom produzieren könnte...kostet auch viel geld aber auf länge ist das bestimmt besser.Und wegen den sonnenkolektoren ist es auch noch gut fürs klima wen das hallenbad sauberen strom produziert
Amira
am 21.10.2019 um 01:57
So eine traglufthalle ist sicher sehr teuer..wieso nicht gleich neben dem geisselweid hallenbad nebenan bei der grossen wiese dort wo sowieso nichts ist nur gras,dort könnten sie doch ein richtigen beton bauen wo mit dem hallenbad verbunden ist, dänn hätten sie ein weiteres bad wo noch mehr leute schwimmen können. Wen schon geld investieren dann in etwas rechtes massives nicht nur so eine traglufthalle. Neben dem geisselweid hats ja eine grosse wiese nebenan, dort ist eigentlich fast nur der vordere teil mit badegäst bedeckt,darum wäre das doch eine idee wen schon geld investieren dann in etwas richtiges wo sicher auch mind. 50 jahre bestand hat...
Pit Ackermann
am 20.10.2019 um 19:46
Finanzen: Die Stadt könne sich die Betriebskosten ab 2024 nicht leisten. 5 Jahre Prognose sind eine lange Zeit, da kann heute nicht dementiert oder bestätigt werden, wie die finanzielle Situation sein wird.Statistik: Die aktuelle Badfrequenz lässt diejenigen potentiellen Besucher aus, die NICHT Gäste sind gerade weil zuwenig Wasser zu Verfügung steht (ich). Würde sich ändern, Nachfrage passt sich dem Angebot an.Die Infrastruktur (Aussenbereich), welche während 8 Monaten passiv ist da wegen Wetter nicht nutzbar, sollte auch in die Rentabilitätsrechnung einfliessen (ROI). Besonders, da das Becken kürzlich renoviert wurde und es dem selben Renovationszyklus unterliegt, ob genutzt oder nicht. Die Industriestadt Winterthur verpasst wieder eine Chance, sich zur Innovationsstadt zu wandeln.