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Wo es am 1. August kein Höhenfeuer und Feuerwerk gibt

In vielen Kantonen und Gemeinden im TOP-Land gibt es wegen der anhaltenden Trockenheit Feuer- und Feuerwerksverbote. Welche Regeln aber genau gelten, ist unterschiedlich. Hier ist eine Übersicht mit allen Massnahmen.

31.07.2022 / 08:07 / von: ame/svb
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In den meisten Regionen der Schweiz ist die Waldbrandgefahr gross. (Symbolbild: KEYSTONE/Georgios Kefalas)

In den meisten Regionen der Schweiz ist die Waldbrandgefahr gross. (Symbolbild: KEYSTONE/Georgios Kefalas)

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Kanton Zürich

Im Kanton Zürich gilt im Wald und 50 Meter darum herum ein Feuerverbot. Auch Zigaretten und Zündhölzer dürfen nicht weggeworfen werden. Das Feuerverbot gilt auch für offizielle Feuerstellen und Holzkohlegrills. Gas- und Elektrogrills dürfen nur auf einem kippsicheren und feuerfesten Untergrund verwendet werden, beispielsweise auf befestigten Plätzen.

In Gärten und auf Terrassen bleibt grillieren erlaubt, allerdings mit Vorsicht. Feuerwerk ist im Kanton Zürich erlaubt, es muss einfach mindestens 200 Meter vom Wald entfernt abgelassen werden. Die Gefahrenstufe für Waldbrände liegt auf Stufe 4 (grosse Gefahr). Mehrere Zürcher Gemeinden haben zusätzliche Regeln erlassen:

Zürcher Städte und Gemeinden

Diverse Zürcher Gemeinden und Städte gehen noch einen Schritt weiter. Hier sind Feuer und Feuerwerke auf dem gesamten Gemeindegebiet verboten. Das gilt auch für Grills mit Holz oder Kohle in Gärten und auf Terrassen. Ausgenommen sind nur Gas- und Elektrogrills, diese müssen aber auf einem feuerfesten Untergrund stehen und kippsicher sein. In Uster, Stammheim, Thalheim, Neftenbach, Pfungen, Dättlikon, Niederhasli, Opfikon, Dietlikon, Bülach, Dübendorf, Dietikon, Wädenswil, Richterswil, Oetwil am See, Seuzach, Andelfingen und Volken gilt das ausgeweitete Verbot. Dass jede Gemeinde eigene Regeln erlassen muss, liegt an einem Gesetz im Kanton Zürich.

Ab Donnerstag verbietet auch die Stadt Winterthur Feuerwerk und Brauchtumsfeuer, wie Höhenfeuer zum 1. August. Der Stadtrat rät zudem verantwortungsvoll mit Feuer umzugehen. Ein generelles Feuerverbot in der Stadt Winterthur gibt es noch keines.

Kein Verbot von Feuerwerk gibt es in der Stadt Zürich. Die Böller müssen aber auf einem Kiesplatz oder geteerten Platz abgebrannt werden.

Kanton Thurgau

Der Kanton Thurgau verbietet Feuer im Wald und in 200 Metern rund um Wälder, Ausnahmen gibt es keine. Auch das Wegwerfen von Raucherwaren und Zündhölzern in diesen Zonen ist nicht erlaubt. Feuerwerke sind auf dem ganzen Kantonsgebiet verboten. Es gilt die Waldbrand-Gefahrenstufe 4.

Frauenfeld

Die Stadt Frauenfeld verzichtet wegen der Waldbrandgefahr auf alle Feuer am Nationalfeiertag. So sind auch der Fackel- und Lampionumzug sowie das Höhenfeuer abgesagt, Feuerwerk darf auf dem Festgelände und in der ganzen Stadt ebenfalls nicht abgelassen werden. Für die Kinder gibt es ein Ersatzprogramm für den Lampionumzug.

Kanton Schaffhausen

Schaffhausen musste wegen der anhaltenden Trockenheit ebenfalls ein Feuer- und Feuerwerksverbot aussprechen. Dieses gilt in Wäldern und 200 Meter um diese herum. Die Gefahr von Waldbränden ist gross (Stufe 4). Das grosse Feuerwerk auf dem Felsen beim Rheinfall darf allerdings stattfinden. Der Regierungsrat hat eine Bewilligung mit zusätzlichen Sicherheitsvorschriften erteilt.

Kanton St.Gallen

Der Kanton St.Gallen verbietet ab Mittwoch, 27. Juli, im Wald und in Waldesnähe Feuer zu entfachen und Feuerwerk abzulassen. Als Waldesnähe gilt ein Umkreis von 200 Metern. Damit gilt dort: Kein Feuer machen – auch nicht in offiziellen Feuerstellen – keine Raucherwaren wegwerfen, kein Feuerwerk entzünden und keine Himmelslaternen steigen lassen.

Stadt Wil

Die Stadt Wil geht weiter als der Kanton. Auf dem ganzen Stadtgebiet gilt ab Donnerstag ein Feuerwerksverbot. Somit gelte auf dem Gemeindegebiet Wil die gleiche Regelung wie in den angrenzenden Thurgauer Gemeinden, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Da sich der Festplatz im 200 Meter Radius um den Wald befinde, sei auch dort kein Feuerwerk oder sonstiges Feuer erlaubt.

Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden

In Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden gilt ab dem 29. Juli ein Feuerverbot in Wäldern und im Umkreis von 200 Metern um die Wälder. Diese Regelung gilt auch am 1. August inklusive für Feuerwerk und Höhenfeuer in diesen Zonen.

Für alle Kantone, Gemeinden und Regionen gibt es Bussen gegen Personen, welche die Regeln missachten. Die Massnahmen werden laut den meisten Behörden aufgehoben, wenn es nachhaltig regnet.

Schweizweit

Fast in der ganzen Schweiz gilt wegen der anhaltenden Trockenheit grosse Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5). Mehrere Kantone haben deshalb Feuer- und Feuerwerksverbote erlassen. Gar keine Feuer im Freien entfacht werden dürfen im Tessin, in der Waadt und im Kanton Freiburg. Ebenso im Wallis, wo gerade das Bundeslager der Pfadi ohne Lagerfeuer stattfinden muss. Im Kanton Graubünden gilt das Feuerverbot in allen Regionen mit Ausnahme vom Engadin, dem Münstertal und in Samnaun.

In allen weiteren Kantonen gibt es ein Feuerverbot in und um Wälder. In der Innerschweiz (Ob- und Nidwalden, Luzern, Zug und Schwyz) dürfen noch Feuer in befestigten Stellen mit Vorsicht entfacht werden. Ausgenommen ist Uri, dort gilt ein generelles Feuerverbot rund um und in Wäldern.

Ähnlich sieht es beim Feuerwerk aus. Keine Knallerei oder hübsche Funken am Himmel – je nach Ansicht – gibt es am 1. August sehr wahrscheinlich im Wallis, in den Kantonen Glarus, Thurgau, Uri, Aargau, Solothurn und Tessin. In Graubünden dürfen ausser im Engadin, im Münstertal und in Samnaun keine Feuerwerke abgebrannt werden. In den Westschweizer Kantonen Waadt, Jura, Neuenburg und Freiburg sind private Feuerwerke verboten. Gemeinden dürfen am Nationalfeiertag ihr Feuerwerk mit gewissen Sicherheitsregeln zeigen.

Im Wald und in Waldesnähe kein Feuerwerk abgebrannt werden darf im Kanton Bern. In beiden Basel gilt eine Warnung der Behörden, vorsichtig zu sein mit Feuerwerk aller Art. Kein Feuerwerksverbot gibt es im Kanton Genf. Für die Innerschweizer Kantone, mit der Ausnahme von Uri, gibt es keine Angaben.

TELE TOP spricht mit Verantwortlichen aus Winterthur, Frauenfeld und Neuhausen über Feuerverbote und wie die Menschen trotzdem feiern können: 

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Peter
am 31.07.2022 um 18:34
Gemeinde Horgen hat auch ein Feuer und Feuerwerksverbot erteilt, siehe Hompage der Gemeinde.
Schuler bea
am 29.07.2022 um 06:51
Sollte unbedingt verboten werden: die Knallerei. Und das vor und nach dem.1..August..für was soll das eigentliche sein ?
JW
am 28.07.2022 um 20:00
Weil es am 1. August öfters warm und trocken ist, sollten wir in Zukunft ganz auf das August Feuerwerk verzichten und uns gezielt auf die Deutsche Tradition, den 31. Dezember konzentrieren....
Ramona
am 28.07.2022 um 11:58
Stammheim hat auch ein Verbot beschlossen
Urech Gsbriela
am 27.07.2022 um 21:07
Alle Gemeinden im Kanton Zürich sollten ein allgemeines Feuerverbot erlassen.Es ist bei so einer Trockenheit zu riskant, Feuerwerk in die Luft steigen lassen.Ein Funke auf Wiesen, Bäumen, Sträucher könnte ein grosser Brand entstehen.Will man das wirklich riskieren.Ich verstehe es nicht, dass nicht alle Gemeinden an einem Strick ziehen.Ein Feuerwerkverbot, das ist das richtige.
B. Strickler
am 27.07.2022 um 20:14
Feuerwek sollte in der ganzen Schweiz verboten werden, es ist viel zu trocken und zu wenig in Regen Sicht. Auch für alle Tiere ist diese Knallerei purer Stress.
S
am 27.07.2022 um 19:39
Fällanden gehört auch zum komplett Verbot. Siehe Hompage Gemeinde.
Walther Franziska
am 27.07.2022 um 13:28
Feuerwerk-und Feuerverbot am 1.August. Es ist viel zu trocken und Wasser zum Löschen wird auch immer knapper. Lieber schöne Stimmung mit Lampion und Fahnen als mit Feuerwerksknallerei. Die Feuerwehrleute die auf Abruf da sind, können sich bei mehreren Bränden in einer Region nicht gut aufteilen. Aktuell reicht ein Funken und es gibt eine große Katastrophe.
Uni
am 27.07.2022 um 06:30
Es sollte in ganze Schweiz verboten sein für immer. Wegen Tieren,Klimaschutz und autistische Kinder
Sulli
am 26.07.2022 um 18:30
Einzig richtige Massnahme wäre ein allgemeines Feuer- und Feuerwerksverbot... einer für alle, alle für einen. Alles andere ist Fahrlässig! Bitte werft doch auch keine Zigis in die Natur????