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ZHAW verschiebt Prüfungen kurzfristig

Am Freitag hat die Direktion der ZHAW School of Management and Law die Studierenden informiert, dass die Modul-Endprüfungen nicht ab kommendem Montag, sondern erst in eineinhalb Monaten stattfinden. Die kurzfristige Verschiebung stösst vielen Studentinnen und Studenten sauer auf.

16.01.2021 / 18:10 / von: das/ska
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Reto Steiner, Direktor an der ZHAW School of Management and Law, rechtfertigt die kurzfristige Verschiebung der Prüfungen. (Screenshot: TELE TOP)

Reto Steiner, Direktor an der ZHAW School of Management and Law, rechtfertigt die kurzfristige Verschiebung der Prüfungen. (Screenshot: TELE TOP)

Denn die kurzfristige Verschiebung stösst vielen Studentinnen und Studenten sauer auf. (Screenshot: TELE TOP)

Denn die kurzfristige Verschiebung stösst vielen Studentinnen und Studenten sauer auf. (Screenshot: TELE TOP)

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«Wir fühlen uns im Stich gelassen», sagt Marco, der an der ZHAW in Winterthur Wirtschaftsrecht studiert. Er ist enttäuscht, dass die Direktion die Prüfungen nicht wie geplant ab Montag durchführt. Damit ist er nicht allein: TELE TOP liegt ein Brief einer ZHAW-Klasse an Direktor Reto Steiner vor, in welchem die Studierenden der Hochschule fehlende Flexibilität und schlechtes Zeitmanagement vorwerfen.

«So sind wir der Meinung, dass es in Ihrer Verantwortung liegt, ein für ALLE tragbares Ersatzkonzept zum ursprünglich angedachten Prüfungszeitpunkt zu liefern», fordert die Klasse im Brief an den Direktor. Dieser versteht den Unmut der Studentinnen und Studenten. «Wir haben diesen Entscheid erst so kurzfristig getroffen, weil sich die Corona-Situation in den letzten Wochen dramatisch verändert hat», betont Steiner gegenüber TELE TOP. «Viele Studierende hatten auch den Wunsch, dass die Gesundheit über allem steht.»

Der Studierendenverein «Alias» ist überrascht, dass die Direktion die Prüfungen verschiebt: «Das ist ein totales Versäumnis der Hochschule», sagt Alias-Präsident Timur Erhan im Interview. «Dass sich die Corona-Situation verschlimmert, war lange absehbar. Die Nachricht der Verschiebung kam nicht einmal eine Woche vor Prüfungsstart - das ist sehr schwierig für uns Betroffene. Wir haben auch ausserschulische Verpflichtungen, zum Beispiel gegenüber Arbeitnehmenden. Viele von uns haben extra Lernferien eingeplant.»

Von der Prüfungsverschiebung an der ZHAW School of Management and Law betroffen sind laut dem Studierendenverein «Alias» rund 3'500 Studierende. Die Prüfungen finden neu voraussichtlich in der ersten März-Woche statt.

Im Beitrag von TELE TOP zeigen die Studierenden der ZHAW wenig Verständnis für die kurzfristige Verschiebung der Prüfungen:

Beitrag

Anders als die ZHAW handhaben es andere Schweizer Hochschulen. An der Universität St.Gallen finden die Prüfungen trotz Corona-Pandemie statt. Ebenso an der ETH Zürich und an der Universität Zürich. Dass die Prüfungen teils nicht Online, sondern vor Ort geschrieben werden müssen, sorgte jedoch ebenfalls für Unmut.

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Anonymous
am 19.01.2021 um 08:46
Als wäre die Situation während COVID zu studieren nicht schon herausfordernd genug, ohne jeglichen Präsenzunterricht jetzt auch noch diese kurzfristige Verschiebung der Prüfung. Dies dann noch unter dem Deckmantel vom Schutz der Gesundheit zu rechtfertigen ist dann der Höhepunkt. Die Verschiebeprüfungen im März sind als Online-Prüfung angekündigt, das zeigt, dass hier einfach die Vorbereitungen „verschlafen“ wurden, hätte man die Termine doch auch im Januar als Online-Prüfung wahrnehmen können. Auch bei mir hegen sich Zweifel ob die rechtliche Situation geklärt ist, die Dauer der Semesterphasen und Leistungsnachweise sind doch gesetzlich festgelegt?
Student T
am 17.01.2021 um 13:55
Allem voran sollte das Risikomanagement der ZHAW SML nun schnellstmöglich zurücktreten und 'weitsichtigeren' Köpfen Platz machen. Kein Plan B in der Schublade zu haben für eine Situation, welche schon am Anfang des Semesters mit hoher Wahrscheinlichkeit einzutreffen drohte, ist meines Erachtens grob fahrlässig! Die Departementsleitung muss ihre Rolle in diesem Hergang ebenfalls stark hinterfragen und Konsequenzen ziehen.
Hanslaus
am 17.01.2021 um 12:03
Im E-Mail an die Studierenden wurde deren Gesundheit nie erwähnt. Sondern, dass die Prüfungsqualität hoch sein muss und faire und stabile Bedingungen geboten werden müssen.Sie waren nicht vorbereitet. Pasta!! Reto Steiner muss zurücktretten. Solch ein Fehlmanagement ist nicht tragbar.Jedes andere Departement an der ZHAW war und ist vorbereitet.
Student
am 17.01.2021 um 10:13
Die Frage stellt sich mir, wie die Situation rechtlich aussieht..? Es existiert ein Terminplan, an welchen sich sämtliche Studierende halten müssen, sprich jeder hält sich 3 Wochen frei, obwohl nur an 2, 3 Tagen geprüft wird. Im ersten Mail gibt die ZHAW zu, dass Präsenzprüfungen grundsätzlich aufgrund der Entscheide des Bundesrats weiterhin zulässig wären. Somit ist es ja der freiwillige Wunsch der ZHAW, auf online umzustellen. Nun alle Studenten - ohne dabei gefragt worden zu sein - bluten zu lassen, ist für mich äusserst fragwürdig.