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ZHdK schliesst «Eisenjugend»-Mitglied aus

Die Zürcher Hochschule der Künste hat den mutmasslichen Kopf der Winterthurer Extremistengruppe «Eisenjugend» vom Studium ausgeschlossen. Dies teilt die Hochschule am Donnerstag mit.

17.12.2020 / 17:00 / von: mma/sda
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Die Hochschulleitung der ZHDK hat eine studierende Person mit mutmasslich rechtsextremen Hintergrund exmatrikuliert. (Symbolbild: KEYSTONE/SDA)

Die Hochschulleitung der ZHDK hat eine studierende Person mit mutmasslich rechtsextremen Hintergrund exmatrikuliert. (Symbolbild: KEYSTONE/SDA)

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Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) hat einen Studenten mit mutmasslich rechtsextremem Hintergrund vom Studium ausgeschlossen. Mitstudierende forderten seinen Ausschluss, nachdem seine Gesinnung bekannt wurde.

Die Hochschulleitung habe bereits im August disziplinarische Massnahmen gegen die Person eingeleitet, heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung auf der Website der ZHdK. Dem Betroffenen sei verboten worden, das Hochschulareal zu betreten oder die Infrastrukturen zu benutzen.

Nun sei gestützt auf das Fachhochschulgesetz die Exmatrikulation der betreffenden Person erfolgt, die Rekursfrist sei abgelaufen. Weitere Informationen zum Fall mache die ZHdK aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht.

Die Kantonspolizei Zürich hatte bei einer Hausdurchsuchung bei dem jungen Mann und einer weiteren Person mehrere Schusswaffen sichergestellt.

Zuvor berichtete der «Tages-Anzeiger» über die Gruppierung, der der Betroffene angehöre, die sich «Eisenjugend» nennt und unter anderem zum «Rassenkrieg» aufrufe.

Experten begrüssen Exmatrikulation

Samuel Althof, Leiter der Extremismus- und Gewaltpräventions-Fachstelle «Fexx», begrüsst das harte Durchgreifen. Es sei der richtige Entscheid gewesen, ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Denn man könne beim 19-Jährigen eine klare Identifikation mit dem rechtsextremistischen Gedankengut feststellen. Eine grosse Signalwirkung auf andere Rechtsextreme an Fachhochschulen dürfte der Entscheid allerdings nicht haben. Jedoch können sich andere Hochschulen auf diesen Fall beziehen, falls es bei ihnen zu ähnlichen Vorkommnissen kommen sollte.

Die Einschätzung von Samuel Althof – im Beitrag von RADIO TOP:

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B.Kerzenmacher
am 17.12.2020 um 21:14
Die Zersplitterung der rechts- und linksextremen Szene ist wohl das grosse Glück im Unglück. Nicht auszudenken was passieren könnte, wenn sich Rechtsextreme und Linksradikale sowie Islamisten einig wären und am gleichen Strang ziehen würden.