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Zimmer Biomet verlagert Jobs von Winterthur nach Zug

Das Medizinaltechnik-Unternehmen Zimmer Biomet verlagert seinen Hauptsitz für Europa, den Nahen Osten und Afrika von Winterthur nach Zug. 130 Arbeitsplätze gehen in der Eulachstadt verloren.

12.02.2020 / 18:15 / von: mma/mco
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Das Unternehmen verlagert seinen Standort nach Zug. (Screenshot: Google Maps)

Das Unternehmen verlagert seinen Standort nach Zug. (Screenshot: Google Maps)

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Das Medizinaltechnik-Unternehmen Zimmer Biomet hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass es seinen Hauptsitz für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) nach Zug verlagern will. Zwar sollen laut dem Unternehmen keine Stellen gestrichen werden, allerdings müssen bis zu 130 Mitarbeitende ihren Arbeitsort von Winterthur nach Zug verlegen. 

Der Grossteil der Beschäftigten bleibe weiterhin in Winterthur, einer der grössten Produktionsstätten des Unternehmens weltweit, heisst es weiter. «Zimmer Biomet hält am Standort Winterthur und am Standort Schweiz im Allgemeinen weiterhin fest,» so Didier Deltort, Präsident von Zimmer Biomet EMEA.

Es ist bereits der zweite harte Schlag für die Winterthurer Industrie. Vor rund zwei Wochen hat Rieter angekündigt, dass sie ein ganzes Werk in Winterthur schliessen und beinahe 100 Stellen streichen werden.

Gewerkschafter und Angestelltenverbände sind über den Umzug der Winterthurer Industriefirma Zimmer Biomet beunruhigt. Grundsätzlich sei es zwar positiv, dass die Arbeitsplätze nur verlagert und nicht gestrichen werden, sagt Stefan Studer, Geschäftsführer des Verbandes Angestellte Schweiz. «Den Angestellten werde aber die Pistole auf die Brust gedrückt», meint er gegenüber RADIO TOP. Sie hätten keine Wahl sich zu wehren. 

Betroffene Zimmer-Angestellte sollen nun fordern, dass sie mehr Home-Office machen dürfen, und dass der Arbeitgeber die GA-Kosten trägt, empfiehlt Studer.

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Theo
am 14.02.2020 um 09:03
hat sich mal jemand die Mieten in Zug angeschaut ? Eine Wohnung in Zug kostet das gleiche wie in Winterthur ein ganzes Haus.Also entweder pendeln ( ca 3 Stunden pro Tag ) oder bedeutend höhere Mieten in Kauf nehmen.Aber wen interessiert das schon, hauptsache die Investoren sind glücklich.
Ernst
am 13.02.2020 um 08:56
Das wird nur der Anfang sein...
Sturtzenegger
am 13.02.2020 um 08:23
Die Gegend um Zug ist schöner, die Steuern sindtiefer, es gibt genügend Parkplätze, es gibt weniger Grüne, es gibt weniger Sozialhilfebezüger, ich wäre schon lange weg.