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«Zivilcourage ist lernbar»

Sei es ein Unfall oder eine Prügelattacke: Solche Situationen machen Beobachtende im Nu zu Zeugen, aber auch zu wichtigen Helfern. Zivilcourage braucht Mut – kann aber auch gelernt werden.

14.05.2021 / 17:29 / von: cgr
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Für Notrufe gibt es beispielsweise in Trams, aber auch an zahlreichen anderen Stationen, Notrufstationen. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

Für Notrufe gibt es beispielsweise in Trams, aber auch an zahlreichen anderen Stationen, Notrufstationen. (Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen)

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Eine Prügelattacke, wie sie am Donnerstagabend in Zürich passiert ist, kann für die Opfer überraschend kommen. Aber auch für die Personen rund um den Tatort kommen solche Übergriffe häufig aus dem Nichts. Zivilcourage zeigen kann aber deeskalierend wirken, und manchmal sogar Leben retten. Melanie Wegel, Dozentin für Kriminalprävention an der ZHAW rät zu Handeln – sich selbst aber nicht in Gefahr zu bringen. «Wer sich nicht alleine getraut, soll aktiv andere animieren zum Helfen».

Wie man Zivilcourage zeigen kann, im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Grundregeln für Zivilcourage lauten: Situation beobachten, Notruf absetzen, Leute zur Hilfe animieren, und allenfalls Täter Merkmale einprägen und sich ums Opfer kümmern. Laut Wegel ist es zudem wichtig, als Zeuge für die Polizei zur Verfügung zu stehen.

Dass Zivilcourage nicht einfach ist, versteht Wegel. «Doch Zivilcourage ist lernbar», so Wegel. Die ZHAW bietet selbst solche Kurse an. Dort wird die Stimme, aber auch die richtige Körperhaltung geübt. Auch werden Strategien vermittelt, welche in solchen Situationen hilfreich sein können. Etwa, mit seinem Partner oder seiner Partnerin einen Streit simulieren, um die Aufmerksamkeit des Täters auf sich zu ziehen.

Wer sich nicht getraut, direkt aktiv zu werden, soll unbedingt zumindest der Polizei anrufen, so Wegel. Denn zu meinen, es würde «bestimmt jemand anderes machen» sei falsch. 

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