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Zürcher Abstimmungsunterlagen sollen verständlicher werden

Wer nur Bahnhof versteht, geht auch nicht abstimmen oder wählen. Die kantonalen Wahl- und Abstimmungsunterlagen sollen deshalb auch in einfacher Sprache verfasst werden. Dies fordern Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte von SP und EVP in einem Postulat.

24.11.2022 / 12:42 / von: jma/sda
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Abstimmungsunterlagen sind oft kompliziert geschrieben. SP und EVP wollen mit bewusst einfacher Sprache erreichen, dass mehr Zürcherinnen und Zürcher an die Urne gehen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Abstimmungsunterlagen sind oft kompliziert geschrieben. SP und EVP wollen mit bewusst einfacher Sprache erreichen, dass mehr Zürcherinnen und Zürcher an die Urne gehen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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SP und EVP wollen mit ihrem Vorstoss erreichen, dass sich Stimmberechtigte beim Abstimmen und Wählen nicht von den Unterlagen abschrecken lassen und auf den Gang zur Urne verzichten.

Die Abstimmungsunterlagen seien aber meist «zu akademisiert», weil die Behörden Angst hätten, der Komplexität eines Themas nicht gerecht zu werden. Damit sei der Demokratie nicht gedient, schreiben sie in ihrem Postulat, das diese Woche eingereicht wurde.


Sie fordern deshalb, dass der Kanton die Wahl- und Abstimmungsunterlagen auch in bewusst einfacher Sprache verfasst, die für alle Stimmberechtigten verständlich ist.

Diese Erklärungen sollen dann den normalen Unterlagen beigelegt werden. Zusätzlich sollen die QR-Codes für die Erklärvideos, die für kantonale Vorlagen bereits heute produziert werden, prominent auf den Abstimmungsunterlagen platziert werden.


Auch andere Kantone planen solche Erklärungen in einfacher Sprache, etwa der Kanton St.Gallen. In Uster wurden zudem schon kommunale Vorlagen in bewusst verständlicher Sprache erklärt.

Der Zürcher Vorstoss wird in einer der kommenden Kantonsratssitzungen debattiert. Angesichts der rot-grünen Mehrheit dürfte er gute Chancen haben.

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