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2000 Demonstrierende setzen sich in Zürich für das Recht auf Abtreibung ein

Nach einem Gerichtsurteil in der USA, dass das Recht auf Abtreibung schwächt, sind gestern Abend auch in Zürich rund 2000 Demonstranten auf die Strasse. Auch in der Schweiz gibt es mehrere Initiativen, die die Abtreibung massiv einschränken wollen.

01.07.2022 / 16:55 / von: evo/eka
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Rund 2000 Personen haben gestern Abend für das Recht auf Abtreibung in Zürich demonstriert. Der Auslöser ist unter anderem das Gerichtsurteil in den USA, dass das Recht auf Abtreibung schwächt. Es sind mehrheitlich Frauen, die sich für das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch stark machen. Denn auch in der Schweiz gibt es mehrere Initiativen, die die Abtreibung massiv einschränken wollen. Eine davon möchte einen Tag Bedenkzeit vor einer Abtreibung einführen. Gegen solche Verschärfungen setzt sich die Vize-Präsidentin der JUSO Schweiz, Mia Jenni ein. Es sei klar, dass es ein schwieriger Entscheid ist. In der Schweiz ist der Schwangerschaftsabbruch ein Tabu-Thema und die Frauen würden ihre Entscheidung dadurch schon genug überdenken, sagt Mia Jenni weiter.

Für den EDU-Kantonsrat, Hans Egli ist die Forderung legitim. «Es ist eine Güterabwägung, mit dem Tag Bedenkzeit könnten Frauen ein Stück weit von unüberlegten Handlungen bewahrt werden.», sagt Hans Egli.

Aktuell darf eine Frau ihr Ungeborenes bis zur 12. Schwangerschaftswoche abtreiben. Pro Jahr passiert dies in der Schweiz über 11'000 Mal. Es gibt aber auch Abtreibungen nach der 12. Woche. Diese sogenannten Spätabtreibungen will eine zweite Initiative verbieten. Und auch schon eine dritte Initiative ist angekündet, die das Abtreiben eines Kindes ab dem ersten Herzschlage verbieten möchte.

Zuerst müssen aber noch genügend Unterschriften zusammenkommen. Für die ersten zwei Initiativen lauft die Zeit bis im Juni 2023.

TELE TOP war an der Demonstration in Zürich dabei:

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