Pull down to refresh...
zurück

Abgewiesene Asylsuchende leben unsichtbar im Kanton Zürich

Sie dürfen nicht mehr in der Schweiz bleiben, aber zurück in die Heimat können sie auch nicht. Für rund 700 abgewiesene Asylsuchende ist das Leben in Zürich alles andere als einfach.

11.02.2020 / 13:45 / von: mco
Seite drucken Kommentare
1
Abgelehnte Asylbewerber haben ein Arbeitsverbot und sind von Deutschkursen ausgesperrt. (Screenshot: TELE TOP)

Abgelehnte Asylbewerber haben ein Arbeitsverbot und sind von Deutschkursen ausgesperrt. (Screenshot: TELE TOP)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

In ihrem Heimatland gelten sie wegen ihrer illegalen Flucht als Verräter, deshalb ist der Weg zurück in die Heimat für viele Asylbewerber keine Option. In der Schweiz dürfen sie nicht bleiben, weil der Asylantrag abgelehnt worden ist. Dennoch leben sie in Zürich.

Weil sie sich illegal in der Schweiz aufhalten, können sie keine Sozialhilfe beziehen, sondern  erhalten Nothilfe. Diese beträgt 8.50 Franken pro Tag. Sie dürfen nicht arbeiten, auch nicht freiwillig oder unbezahlt, müssen immer mit einer Polizeikontrolle und einer Verhaftung rechnen und schlafen in einer Notunterkunft.

Im Beitrag von RADIO TOP erzählen abgewiesene Asylbewerber aus ihrem Alltag und von ihren Hoffnungen:

audio

Die Regelungen für abgewiesene Asylbewerber werden von Kanton zu Kanton unterschiedlich gehandhabt. In Obwalden und Schaffhausen sind die Regelungen lockerer. Dort dürfen abgewiesene Asylbewerber frei herumlaufen, ohne die ständige Angst vor einer Verhaftung. 

Die Gespräche mit den abgewiesenen Asylbewerbern kamen an einem Hearing vom Partizipationsprojekt «Unsere Stimmen» von NCBI Schweiz zustande. Das Hearing wurde von 35 Geflüchteten vorbereitet. 

Beitrag erfassen

Maja
am 12.02.2020 um 19:54
Toll, endlich erhalten diese Leute eine Stimme!