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Absage bestätigt: Verwaltungsgericht versenkt Einspruch von Alba-Festival

Die Veranstalter des albanischen Musikfestivals Alba-Festival in Zürich haben sich juristisch gegen den Entzug der Bewilligung durch den Kanton gewehrt. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde am Freitag jedoch ab. Die Verantwortlichen sind extrem enttäuscht und fühlen sich diskriminiert.

03.09.2021 / 17:30 / von: mle/sda
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Auf dem Hardturm Areal hätte die grosse Party eigentlich steigen sollen. (Bild: TOP-Medien)

Auf dem Hardturm Areal hätte die grosse Party eigentlich steigen sollen. (Bild: TOP-Medien)

Der Zürcher Regierungsrat hat dem Alba-Festival am Donnerstag kurzfristig die Bewilligung entzogen. (Screenshot: Youtube.com/albaFestival)

Der Zürcher Regierungsrat hat dem Alba-Festival am Donnerstag kurzfristig die Bewilligung entzogen. (Screenshot: Youtube.com/albaFestival)

Die Veranstalter haben am Freitagnachmittag mit dem Rückbau begonnen. (Bild: TOP-Medien)

Die Veranstalter haben am Freitagnachmittag mit dem Rückbau begonnen. (Bild: TOP-Medien)

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Das albanische Musikfestival, Alba-Festival, findet dieses Wochenende definitiv nicht statt. Wie die Organisatoren auf Instagram mitgeteilt haben, sind sie am Freitag juristisch gegen den Entzug der Bewilligung vorgegangen. Das Zürcher Verwaltungsgericht stellt sich jedoch hinter den Entscheid des Kantons.

Die albanische Community habe sich bei dem Festival von ihrer besten Seite zeigen wollen, sagte der Veranstalter von der Medien. Die Veranstaltung sei als 3G-Anlass geplant gewesen, also nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen. Dies sei in verschiedenen Sprachen erklärt worden und auch der kantonale Impfbus sei beim Festival vorgesehen gewesen.

«Stigmatisierung einer Bevölkerungsgruppe»

Durch die Absage hätten sich die Veranstalter klar diskriminiert gefühlt. Der albanischstämmige Zürcher FDP-Gemeinderat Përparim Avdili kann die Absage aus epidemiologischer Sicht zwar nachvollziehen, findet den Verweis auf die albanische Community aber «skandalös», wie er bei der Medienkonferenz am Freitagnachmittag sagte. Es handle sich um die Stigmatisierung einer Bevölkerungsgruppe. Das sei inakzeptabel.

Wie hoch der entstandene Schaden für die Veranstalter ist, können diese noch nicht sagen. Es seien 200 bis 250 Personen an der Vorbereitung und der Durchführung beteiligt. Eine Versicherung für den Ausfall gebe es nicht. Ein Schadenersatz durch den Kanton solle jetzt geprüft werden. Ein juristisches Verfahren laufe.

Zusatzbelastung für Spitäler soll vermieden werden

Der Zürcher Regierungsrat hatte die Bewilligung für das albanische Musikfestival am Donnerstag kurzfristig aufgehoben. «Die Belastung des Gesundheitswesens im allgemeinen und der Intensivpflegestationen im besonderen hat zugenommen und nähert sich der kritischen Grenze», hiess es in der Mitteilung des Regierungsrats.

Eine Grossveranstaltung wie das Alba-Festival führe zu einer zusätzlichen Belastung der Spitäler, weil es an grossen Festivals erfahrungsgemäss Notfallpatienten zu versorgen gelte. Eine solche Zusatzbelastung der Spitäler wolle der Regierungsrat in der aktuell sensiblen Situation vermeiden.

Auch spiele die Herkunft der Besuchenden eine Rolle. Denn Erkenntnisse aus dem Contact Tracing des Kantons Zürich wie auch das Update der Covid-Science-Task-Force hätten gezeigt, dass sich Ferienrückkehrer aus dem Balkan überdurchschnittlich oft mit Corona infiziert hätten. Politiker mit albanischen Wurzeln haben gegenüber RADIO TOP klare Worte für den Entscheid gefunden. Sie sprechen von Diskriminierung.

Das Alba-Festival wurde im Vorfeld als «grösste albanisches Festival Europas» angekündigt. Aufgetreten wären unter anderem die albanischen Mega-Stars Dhurta Dora, Elvana Gjata und Dardan, die über eine halbe Milliarde Views auf der Video-Plattform Youtube aufweisen. Über 20'000 Besucherinnen und Besucher wären am Wochenende auf dem Hardturmareal erwartet worden.

Im Beitrag von RADIO TOP sprechen Veranstalter aber auch der albanische FDP-Politiker Perparim Avdili über die Absage:

audio


Im Beitrag von TELE TOP erzählen die Veranstalter des Alba Festivals, wie enttäuscht sie sind:

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Heinz Bührer
am 03.09.2021 um 11:59
Soll bloss niemand glauben, die Justiz Wende sich aktuell von der Staatsmacht ab. Und heute mittag entscheidet das Bundesgericht gegen die Verfassungsfreiheit. Die können nicht anders, sonst sind sie weg.