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Anonyme Bewerbungen spaltet Zürcher Politiker

Die Zürcher Regierungsrätin und Justizdirektorin Jacqueline Fehr möchte nach dem Frauenstreik in der Justizdirektion anonyme Bewerbungen einführen, um die Frauenquote zu erhöhen. Dies spaltet die Meinung von Zürcher Politiker.

18.06.2019 / 18:03 / von: eob/slu
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Nach dem Frauenstreik will die Zürcher Regierungsrätin anonyme Bewerbungen in der Justizdirektion einführen. (Screenshot: TELE TOP

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Noch keine Woche ist der Frauenstreik vorüber und schon trägt er seine ersten Früchte. Die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr möchte künftig ihre Mitarbeiter in der Justizdirektion nur mit Bewerbungsschreiben aussuchen – ohne Namen, Bild oder Geschlecht.

Dies ist für den SVP-Kantonsrat Claudio Schmid unvorstellbar. Mit der Einführung der anonymen Bewerbungen könne Fehr ihr Ziel auch deutlich Verfehlen. «Ich frage mich, ob konkret das Thema nicht gerade das Gegenteil bewirkt. Sie hätte auch die Möglichkeit und das Recht zu sagen, dass sie nur noch Frauen einstellen möchte.» So liefe nun die Gefahr, dass jede zweite Bewerbung vom männlichen Geschlecht sei, ergänzt Schmid.

Der Pilotversuch der Regierungsrätin trifft jedoch nicht nur auf Gegenwind. «Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Co-Präsident der SP im Kanton Zürich Andreas Daurù. Die Schweiz hinke im Thema Gleichberechtigung schon lange hinterher. Deshalb sei es an der Zeit, dass etwas dagegen unternommen werde, so Daurù.

TELE TOP mit politischen Reaktionen zu anonymen Bewerbungen:

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