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«Armut ist nicht immer sichtbar»

Anita W. ist eine von über 100'000 Menschen, die im Kanton Zürich von Armut betroffen sind. Die alleinerziehende Mutter von vier Kindern hat trotz ihrem 50 Prozent Job nicht genug Geld. Wir haben Sie einen Morgen lang begleitet.

26.09.2020 / 17:37 / von: lpe
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Anita W. ist eine von über 100'000 Menschen, die im Kanton Zürich von Armut betroffen sind. (Screenshot: TELE TOP)

Anita W. ist eine von über 100'000 Menschen, die im Kanton Zürich von Armut betroffen sind. (Screenshot: TELE TOP)

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Sie arbeitet von Montag bis Mittwoch im Verkauf an der Bahnhofstrasse, doch ihr Lohn reicht nicht für ihre vier Kinder und sich selbst. In Luzern wuchs sie ohne Vater als Einzelkind in einer unbeheizten Wohnung auf. Mit 18 Jahren bereiste sie die Welt und arbeitete da, wo gerade etwas anfiel. In Südamerika verkauft sie solange selbstgemachtes Besteck, bis sie sich das nächste Bus-Ticket kaufen konnte. Im Gespräch wird klar - sie ist eine Kämpferin.

Sie will ein Vorbild für ihre Kinder sein und nicht dem Staat auf der Tasche liegen. Die Option, nicht arbeiten zu gehen, kommt für sie nicht in Frage.  Dass sie ständig auf ihre Finanzen achten muss und sich nichts leisten kann, nimmt sie dafür in Kauf. Auch Hobbys für ihre Kinder sind nicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Armut nicht immer sichtbar

Andreas Reinhart, Mediensprecher von Caritas Zürich, erklärt, dass Armut oft nicht sichtbar ist, vor allem bei «Working Poor». Diese beziehen keine Sozialhilfe und erscheinen darum auch in keiner Statistik. Die Caritas fordert deswegen einen Bericht mit exakteren Angaben. Zudem setzt sich das Hilfswerk für gerechte Bildungschancen und faire Löhne ein.

TELE TOP hat Anita W. einen Morgen lang begleitet:

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