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Auch Andelfingen stellt sich gegen Fusion

Der Gemeinderat Andelfingen will sich nicht mit den fünf umliegenden Gemeinden im Zürcher Weinland zusammenschliessen. Der Gemeinderat empfiehlt der Stimmbevölkerung, die geplante Fusion an der Urne abzulehnen.

13.07.2020 / 13:55 / von: das
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Der Gemeindepräsident von Andelfingen, Hansruedi Jucker, spricht sich gegen die geplante Fusion aus. (Screenshot: TELE TOP/Archivbild)

Der Gemeindepräsident von Andelfingen, Hansruedi Jucker, spricht sich gegen die geplante Fusion aus. (Screenshot: TELE TOP/Archivbild)

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Bereits seit längerem laufen verschiedene Abklärungen, damit die Gemeinden Adlikon, Andelfingen, Henggart, Humlikon, Kleinandelfingen und Thalheim an der Thur fusionieren können. Ob die Fusion zu Stande kommt, ist jedoch alles andere als klar. Denn letzte Woche hat sich der Gemeinderat von Kleinandelfingen gegen das Fusionsprojekt ausgesprochen.

Nun zieht auch die Gemeinde Andelfingen nach. Auch sie spricht sich gegen einen Zusammenschluss der sechs Gemeinden im Zürcher Weinland aus. Aus Sicht von Hansruedi Jucker, Gemeindepräsident von Andelfingen, ist der Zeitpunkt nicht ideal, wie er gegenüber RADIO TOP erklärt: «Wir sehen einfach Schwierigkeiten, dass die Verwaltung und die Behörden für die nächsten zwei bis vier Jahre mit der Fusion beschäftig sind. Dadurch werden die hängigen Projekte in Andelfingen massiv in Rückstand geraten.»

Was Lokalpolitiker aus dem Zürcher Weinland von der Kehrtwende der Gemeinde Andelfingen halten, im Beitrag von RADIO TOP:

Beitrag

Lokalpolitiker aus dem Weinland zeigen sich überrascht über den Entscheid. Mike Hotz von der SVP sagt beispielsweise: «Andelfingen war eine treibende Kraft hinter dem Fusionsprojekt. Daher müssen wir nun schauen, was für eine Parole wir für die Abstimmung fassen werden.» Für die SP Weinland ist bereits jetzt klar, dass sich die Partei nach wie vor für die Fusion einsetzen werde.

Die Abstimmung über die geplante Fusion der sechs Gemeinden findet am 29. November 2020 statt.

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Dieter Bosshard
am 15.07.2020 um 06:26
Kleine finanzschwache Gemeinden können heute schon kaum ihren finanziellen Verpflichtungen und Bedürfnissen nachkommen.Warum sollten sich denn umliegende finanzstarke Partnergemeinden nicht mit den schwächeren zusammenschliessen und denen ebenso eine Zukunft ermöglichen?Haben Andelfingen, Kleinandelfingen oder Henggart Angst, sie müssten ein paar Fränkli mehr Steuern abliefern? Oder woran liegt es wirklich?