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Bauzug in Samstagern verunfallt: Die Bremsen bremsten nicht

Im Sommer 2017 kollidierte ein Bauzug mit einem Bagger, welcher auf dem Gleis stand. Schuld sind die Bremsen, welche nicht funktionsfähig waren, schreibt nun die Untersuchungsstelle des Bundes.

07.01.2019 / 09:12 / von: vsu
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Zwischen Samstagern und Wädenswil kam es am 13. Juli 2017 zu einem Unfall zwischen einem Bauzug und einem Bagger. (Screenshot: TELE TOP)

Zwischen Samstagern und Wädenswil kam es am 13. Juli 2017 zu einem Unfall zwischen einem Bauzug und einem Bagger. (Screenshot: TELE TOP)

Während mehreren Tagen musste die Strecke wegen der Aufräumarbeiten gesperrt werden. (Screenshot: TELE TOP)

Während mehreren Tagen musste die Strecke wegen der Aufräumarbeiten gesperrt werden. (Screenshot: TELE TOP)

Auch die Wohnungen in der Nähe des Gleises wurden leicht beschädigt. (Screenshot: TELE TOP)

Auch die Wohnungen in der Nähe des Gleises wurden leicht beschädigt. (Screenshot: TELE TOP)

Der Bauzug schob den Bagger rund 150 Meter talwärts über das Gleis bis kurz vor die Haltestell Grüenfeld. (Bild: Bundesamt für Landestopografie)

Der Bauzug schob den Bagger rund 150 Meter talwärts über das Gleis bis kurz vor die Haltestell Grüenfeld. (Bild: Bundesamt für Landestopografie)

Die Situation der Baustelle und Gleisnutzung beim Unfall. (Bild: Bundesamt für Landestopografie)

Die Situation der Baustelle und Gleisnutzung beim Unfall. (Bild: Bundesamt für Landestopografie)

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Die Bremsen sind schuld: Am 13. Juli 2017 kollidierten kurz nach 4.10 Uhr ein Bauzug, bestehend aus einer Lokomotive und drei beladenen Waggons, und ein Zweiwegbagger zwischen Samstagern und Wädenswil. Der Bagger wartete auf dem befahrenen Gleis, um nach dem Abladen das Material zu verteilen. Der Zug konnte jedoch nicht rechtzeitig bremsen und schob den Bagger 150 Meter über das Gleis, bevor er kurz vor der Haltestelle Grüenfeld zum Stehen kam. Der Rangierleiter, der mitfahrende Maschinist wie auch der Baggerführer konnten noch während der Fahrt abspringen, wobei sich der heute 39-jährige Maschinist verletzte. Er erlitt Prellungen und Schürfungen. Der Lokführer blieb bis zum Stillstand des Bauzuges in der Lokomotive. 

Der Untersuchungsdienst der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST veröffentlicht nun, weshalb der Bauzug nicht rechtzeitig bremsen konnte: Offenbar wurden die normalen Luftbremsen mit Feststellbremsen nachgerüstet, welche jedoch die normalen Bremsen behinderten. Somit waren diese nicht funktionstüchtig. Die geltenden Vorschriften zur Überprüfung der Bremsen seien nicht umfassend berücksichtigt worden. Die Strecke von Samstagern nach Wädenswil sei mit 50 Promille sehr steil, sagte der Untersuchuchungsleiter der SUST, Markus Lüthi, damals gegenüber TELE TOP: «Zum Glück kam hier unten ein kurzes flaches Stück, wofür die Bremskraft ausreichte und so alles zum Stillstand kam».

Durch den Unfall wurde die Infrastruktur «erheblich beschädigt», mehrere hundert Meter der Fahrleitung wurden heruntergerissen. Die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Tage, währenddessen mussten die Strecke gesperrt und Ersatzbusse eingesetzt werden. Auch das Förderband des vordersten Waggens wie auch der Bagger wurden stark beschädigt, die übrigen Fahrzeuge kamen mit Kratzern und Beulen davon. Sogar Wohnungen, welche sich in unmittelbarer Nähe zum Gleis befinden, wurden leicht beschädigt.

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