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Bildungsdirektoren stellen sich gegen Massentests an Schulen

Die St.Galler und die Zürcher Bildungsdirektionen wehren sich gegen eine Forderungen des Bundesrats. Dieser will, dass nach den Sommerferien regelmässig Schulkinder auf das Coronavirus getestet werden. Grund dafür ist die Delta-Mutation.

02.07.2021 / 11:17 / von: asl/cgr
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Die Zürcher und St.Galler Bildungsdirektionen wehren sich dagegen, dass nach Wunsch des Bundesrates in den Volksschulen nach den Sommerferien repetitive Corona-Tests durchgeführt werden sollen. (Archivbild: Keystone/dpa/Kay Nietfeld)

Die Zürcher und St.Galler Bildungsdirektionen wehren sich dagegen, dass nach Wunsch des Bundesrates in den Volksschulen nach den Sommerferien repetitive Corona-Tests durchgeführt werden sollen. (Archivbild: Keystone/dpa/Kay Nietfeld)

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Nach den Sommerferien will der Bundesrat, dass an den Schulen repetitiv auf das Coronavirus getestet wird. Gesundheitsminister Alain Berset hat an der Medienkonferenz gegen einige Kantone geschossen. Dies, weil sich gewisse Kantone gegen das Testen von Schulkindern wehren. Damit habe er «ein bisschen Mühe». Denn es sei von zentraler Bedeutung.

St.Gallen stellt sich gegen den Plan

Stefan Kölliker, Bildungsdirektor des Kantons St.Gallen, wehrt sich dagegen. Wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt, sei er entscheidend gegen die Pläne des Bundesrats. Einerseits, weil die Volksschulen nicht zum Zuständigkeitsbereich des Bundesrats gehört und zum anderen, weil St.Gallen gegenwärtig kein Bedürfnis zu diesen Tests sieht. Bisher wurden Klassen nur in Verdachtsfällen getestet.

Die Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK verfasste am Mittwoch einen verärgerten Brief. Auch sie wehrt sich gegen die Aussagen und Auflagen des Bundesrats.

Was die kantonalen Lehrerverbände zu der Kritik der Regierung sagen, im Beitrag von RADIO TOP: 

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Uneinigkeit bei den Lehrern 

Der St.Galler Lehrerverband stellt sich mehrheitlich hinter den St.Galler Bildungschef. Wenn es aus epidemiologischer Sicht nicht nötig ist, die Kinder und Lehrer zu testen, müsse man auch noch keine repetitiven Tests anordnen, so Christian Thommen, Co-Präsident des St.Galler Lehrerverbands. Wenn es aber nötig würde, werde sich der Lehrerverband nicht dagegenstellen, betont Thommen. 

Anders sieht dies der Zürcher Lehrerverband. Die repetitiven Tests aufzugleisen sei am Anfang ein grosser Aufwand. Wenn die Massentests aber einmal aufgegleist wurden, läuft es meist reibungslos ab, so Christian Hugi, Präsident vom Lehrerverband Zürich. Deshalb sei es wichtig, dass die Zürcher Schulen sich jetzt schon vorbereiten - damit alles reibungslos abläuft, sobald die regelmässigen Tests notwending werden. 

 

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