Pull down to refresh...
zurück

Bohrungen in Bülach für radioaktives Endlager haben begonnen

Einen Standort zu finden, wo in der Schweiz ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle gebaut werden könnte, ist schwierig. Um einen definitiven Standort wählen zu können, beginnt die Nagra in der Region um Bülach in die Tiefe zu bohren.

15.04.2019 / 14:06 / von: lli/sda
Seite drucken Kommentare
0
Bohrungen in Bülach für radioaktives Endlager haben begonnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Bohrungen in Bülach für radioaktives Endlager haben begonnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Der Standortentscheid soll bis 2022 gefällt werden. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Der Standortentscheid soll bis 2022 gefällt werden. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

So sieht der Bohrplatz in der Nähe von Bülach aus. (Bild: nagra.ch)

So sieht der Bohrplatz in der Nähe von Bülach aus. (Bild: nagra.ch)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Um das Bild des geologischen Untergrundes zu ergänzen, hat die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) eine erste Serie von Tiefenbohrungen in Angriff genommen. In Bülach im Zürcher Unterland haben die Bohrer ihre Arbeit aufgenommen.

Erste Messungen hatten in der Vergangenheit gezeigt: In den Regionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost ist ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle grundsätzlich möglich. Nun soll aber an diesen Standorten noch genau geprüft werden, wie das Gestein in der Tiefe beschaffen ist.

Wie in Bülach gebohrt wird, im Beitrag von RADIO TOP:

audio

Bis 2022 soll Standort definitiv sein

Untersucht werden sollen dabei unter anderem die Mächtigkeit, die Durchlässigkeit und die Zusammensetzung des Wirtgesteins Opalinuston, in welchem das Tiefenlager gebaut werden soll. Von Interesse sind dabei gemäss Nagra auch die Eigenschaften des Gesteins unter- und oberhalb des Opalinustons.

Die Nagra erhofft sich, durch die Tiefenbohrungen «das geologische Gesamtbild der Standortregionen zu vervollständigen». Dieses soll es dann ermöglichen, dass eine wissenschaftlich begründete Wahl der sichersten Tiefenlagerstandorte getroffen werden kann.

Bis 2022 soll klar sein, auf welche Standorte sich die Nagra festlegen will, um die entsprechenden Rahmenbewilligungsgesuche auszuarbeiten.

Auf der Zielgeraden

«Wir sind nach jahrelanger Arbeit langsam auf der Zielgeraden», sagt Maurus Alig, Gesamtprojektleiter bei der Nagra vor den Medien. «Die Daten, die wir jetzt mit diesen Bohrungen erheben, dienen uns, den besten und sichersten Ort für ein geologisches Tiefenlager zu finden.»

Erste Messungen hatten in der Vergangenheit gezeigt: In den Regionen Jura Ost, Nörglich Lägern und Zürich Nordost ist ein Lager für radioaktive Abfälle grundsätzlich möglich. Wie 3D-seismische Messungen zeigten, ist dort der Untergrund ideal und es hat ausreichend Platz.

Tele Top stellt die Bohranlage in Bülach vor:

video

Die Aufbauarbeiten am Standort Bülach im Zeitraffer-Video: 

video

Beitrag erfassen

Keine Kommentare