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Bund lenkt bei Zürcher Kulturhilfen nun doch ein

Die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr will Kulturschaffende mit einem Pauschalbeitrag für ihre Corona-Ausfälle entschädigen. Der Bund pfiff sie erst zurück – gibt nun aber doch noch grünes Licht.

25.02.2021 / 07:29 / von: sfa
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Theaterbühnen bleiben leer - und damit auch die Portemonnaies der Kulturschaffenden. (Bild: Elia Bianchi/Keystone)

Theaterbühnen bleiben leer - und damit auch die Portemonnaies der Kulturschaffenden. (Bild: Elia Bianchi/Keystone)

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Der Kanton Zürich hat im Januar ein neues Modell zur Entschädigung von Corona-gebeutelten Kulturschaffenden vorgestellt: Unter der Regie der zuständigen Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr war eine Pauschallösung erarbeitet worden. Gemäss dieser müssten Zürcher Kulturschaffende ihren Ertragsausfälle aufgrund der Corona-Krise nicht mehr einzeln nachweisen, sondern würden pauschal entschädigt, mit einer Art Grundeinkommen. Die Begründung: Weil für Kulturschaffende seit einem Jahr ein faktisches Berufsverbot besteht, fällt es ihnen zusehends schwerer, Ertragsausfälle geltend zu machen.

Das Geld für die Zürcher Kulturschaffenden sollte zur Hälfte vom Bund, zur Hälfte vom Kanton kommen. Das Bundesamt für Kultur

schob der Zürcher Regierung zuerst den Riegel:

Die Pauschallösung entspreche nicht dem Covid-19-Gesetz, der Bund könne sich daher finanziell nicht daran beteiligen. Die Anmeldung für das pauschale Ersatzeinkommen wurde vorübergehend auf Eis gelegt, bis rechtliche Klarheit herrscht.

Das Bundesamt für Kultur liess ein Rechtsgutachten zum Thema erarbeitet. Dieses liegt nun vor – und gibt der Zürcher Regierung Recht, wie «Schweiz aktuell» berichtet. Damit Zürcher Kulturschaffende ihr Ersatzeinkommen erhalten, braucht es nun allerdings noch eine Anpassung der bundesrätlichen Covid-Verordnung. Der Ball liegt also beim Bundesrat. Jacqueline Fehr gibt sich gegenüber «Schweiz aktuell» optimistisch, dass der Bundesrat Hand bieten werde für das «Zürcher Modell» der Kulturhilfe. Im besten Fall können sich die Kulturschaffenden bereits ab nächster Woche für die Hilfsgelder anmelden.

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