Pull down to refresh...
zurück

Bundesrat Parmelin am Flughafen: «Wir müssen vorsichtig bleiben»

Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) hat am Donnerstag einen «lehrreichen Rundgang» am Flughafen Zürich gemacht. Nach dem Besuch der menschenleeren Zuschauerterrasse konfrontierten ihn Zürcher Flughafen- und Regierungsvertreter mit ihren Forderungen. Sie wollen «Back in the Air».

15.04.2021 / 19:31 / von: mle/sda
Seite drucken Kommentare
0
Bundespräsident Guy Parmelin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh an einem Point de Presse über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zürcher Wirtschaft, den Flughafen und den Tourismus. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bundespräsident Guy Parmelin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh an einem Point de Presse über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zürcher Wirtschaft, den Flughafen und den Tourismus. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Die Check-in-Hallen sind nach wie vor praktisch menschenleer. Fluglärm ist kaum zu hören. Er habe einen lehrreichen und interessanten Rundgang erlebt, sagte Parmelin vor den Medien. Die Auswirkungen der Pandemie auf den Kanton Zürich seien enorm. «Das ist mir und dem Bundesrat sehr wohl bewusst».

Die am Mittwoch bekannt gewordenen Lockerungen sind für Parmelin «eine kleine Verbesserung der Situation», Hoffnungen setzt er vor allem in die Impfung. «Wir müssen aber vorsichtig bleiben.»

Schnelltest statt PCR-Test

«Vorsicht» ist jedoch nicht wirklich der Inhalt der Forderungen, welche dem Wirtschaftsminister danach vom Flughafen Zürich sowie von Wirtschafts- und Tourismusverbänden überreicht wurden.

Unter dem Titel «Back in the Air» formulierte der Flughafen Zürich drei Massnahmen, mit denen die Schweiz «zurück zur Reisefreiheit» finden solle. Erste Forderung ist der Verzicht auf Reisebeschränkungen zwischen Ländern mit ähnlichem Ansteckungsrisiko.

Die zweite ist freies Reisen für alle Passagiere, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Als Nachweis soll dabei kein PCR-Test mehr notwendig sein, ein Antigen-Schnelltest soll genügen. Die dritte Forderung ist ein digitaler Impfpass. Auch der Nachweis über den negativen Test soll digital möglich sein. Parmelin kündigte an, die Forderungen «mit nach Bern zu nehmen».

Der Suez-Kanal der Schweiz

Für die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) ist der Flughafen «der Suez-Kanal der Schweiz». Wenn der blockiert sei, stocke der Handel, der Tourismus und «unser Wirtschaftsstandort Schweiz». Deshalb müsse er dringend wieder zum Laufen kommen.

Die Flughafenregion sei von der Pandemie überproportional betroffen, sagte Walker-Späh weiter. Nach wie vor seien hier 16 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit. Der Kantons-Durchschnitt liegt bei 8 Prozent. 3000 Arbeitsplätze wurden bereits abgebaut.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare